Grippesaison 21/22: Bei den Vorbestellungen auf baldige Entscheidung des G-BA achten

Praxismanagement , Praxisführung Autor: Michael Reischmann

Mit der zeitigen Vorbestellung sollen unschöne Szenen in Praxen vermieden werden, wie sie 2020 stattgefunden haben. Mit der zeitigen Vorbestellung sollen unschöne Szenen in Praxen vermieden werden, wie sie 2020 stattgefunden haben. © peterschreiber.media – stock.adobe.com
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Am 21. Januar 2021 entscheidet der G-BA über die Umsetzung der aktualisierten Influenza-Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission beim RKI in der Schutzimpfungs-Richtlinie.

Die STIKO empfiehlt Menschen im Alter ab 60 Jahren im Herbst eine jährliche Immunisierung gegen die saisonale Influenza mit einem hochdosierten Impfstoff.

Die KVen haben ihre Mitglieder im Dezember aufgefordert, im Januar Vorbestellungen für die Grippesaison 2021/22 vorzunehmen. Wobei z.B. die Krankenkassen und die KV in Nordrhein den Ärzten rieten, damit zu warten, bis die Richtlinie vom G-BA ergänzt wurde.

Die frühzeitigen Bestellungen in den Apotheken sollen dazu beitragen, dass es für die kommende Saison ausreichend Grippeimpfstoff geben wird. Im letzten Herbst war es in Praxen zu unschönen Szenen mit verärgerten Patienten gekommen, weil die verfügbaren Tranchen zunächst nicht für den Ansturm der Impfwilligen reichten.

Einschließlich der Nachlieferung wurden nach Angaben von KBV-Vize Dr. Stephan Hofmeister die fast 26 Mio. Impfdosen weitestgehend verimpft. „Wir haben das sauber recherchiert. Es gibt vereinzelt Orte, wo es noch ein paar hundert Impfdosen gibt. Und der ein oder andere Arzt sagt: ,Ich hätte noch Menschen, die geimpft werden wollen.‘ Es gibt aber keine großen übriggebliebenen Mengen. Es ist gut gelaufen.“

Der Chef des Apothekerverbandes Nordrhein, Thomas Preis, hatte dagegen in der „Pharmazeutischen Zeitung“ darauf hingewiesen, dass Ärzte wegen der mittlerweile gesunkenen Nachfrage viele Vorbestellungen storniert hätten. Er ermunterte die Niedergelassenen, unbedingt weiterzuimpfen, denn die Durchimpfungsrate sei noch nicht erreicht. Allerdings tragen die coronabedingten Kontaktbeschränkungen und Hygienekonzepte offenbar dazu bei, dass es kaum Grippefälle in Deutschland gibt.

Medical-Tribune-Bericht

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