Verordnung von Cannabis floriert

Verordnungen Autor: Isabel Aulehla

Insgesamt wurden bislang rund 15 000 Anträge bei der Barmer eingereicht. Insgesamt wurden bislang rund 15 000 Anträge bei der Barmer eingereicht. © LIGHTFIELD STUDIOS – stock.adobe.com
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Ärzte verordnen cannabishaltige Arzneien offenbar recht eifrig, zeigt eine Analyse der Barmer. Die meisten Anträge auf Kostenübernahme werden von der Krankenkasse bewilligt.

Seit dem Inkrafttreten des Cannabis-Gesetzes im Jahr 2017 bewilligte die Barmer zwei Drittel aller Anträge auf Kostenerstattung entsprechender Präparate. Das geht aus einer Analyse der Krankenkasse hervor. Insgesamt wurden dort bislang rund 15 000 Anträge eingereicht, die Anzahl pro Jahr steigt stetig. Seit 2017 wurden Barmer-Versicherten fast 83 000 Packungen cannabishaltiger Arzneien im Wert von etwa 35 Mio Euro verordnet.

Die Kasse weist darauf hin, dass es bei unverarbeiteten Cannabisblüten zu Lieferengpässen kommen könne, sie würden bedenklich oft verordnet. Die Blüten gelten als schwer dosierbar, da sie sehr unterschiedliche Mengen desWirkstoffes enthalten. Zudem seien sie teurer als Kapseln oder Sprays.

Quelle: Pressemitteilung Barmer

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