CUP-Syndrom

Definition

Der Begriff CUP-Syndrom (= Cancer of Unknown Primary, Krebserkrankung mit unbekanntem Primärtumor) bezeichnet ein vielgestaltiges onkologisches Krankheitsbild. Definiert ist es als

  • histologisch oder zytologisch gesicherter maligner Tumor (Metastase)
  • Primärtumor unbekannt nach Abschluss der primären Diagnostik

ICD10-Code: C80

Symptomatik

Das CUP-Syndrom ist ein vielgestaltiges Krankheitsbild mit sehr unterschiedlichen Symptomen je nach Lokalisation der Metastasen. Bei ausgedehntem Befall kommt es typischerweise zu Allgemeinbeschwerden (Müdigkeit, Gewichtsabnahme etc.) während zerebrale Absiedelungen z.B. Lähmungen oder Verwirrtheit auslösen.

Beim „Cancer of Unknown Primary", CUP, lässt sich der Primärtumor nicht aufspüren. Die Untersuchungsergebnisse geben dennoch Anhaltspunkte zur...

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Untersuchung

Mitunter liefert schon die körperliche Untersuchung Hinweise auf den Ursprung des CUP. Wenn nicht, versucht man dem Primärtumor mit bildgebender Diagnostik (Röntgen, Sonographie, MT und PET-CT) auf die Spur zu kommen. Dabei sollte sich das Ausmaß der Untersuchungen auch am potenziellen Gewinn für den Patienten richten.

Angehörige von Patienten mit Krebserkrankungen, deren Primärtumor unauffindbar ist, sind selbst anfälliger für Neoplasien. Vor allem das Risiko für...

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Traditionell wird ein CUP-Syndrom meist mit platinbasierten Chemotherapien behandelt – mit mäßigen Resultaten. Die Tatsache, dass in der Onkologie...

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Labor

Histologische Analysen des Tumorgewebes ermöglichen häufig schon Rückschlüsse auf die Herkunft. Auch Laborparameter (z.B. Tumormarker) können wertvolle Hinweise liefern.

Pharmakotherapie und nichtinvasive Therapie

Mit einer supportiven medikamentösen Behandlung lassen sich schwerwiegende Symptome wie Schmerzen, Übelkeit, Atemnot lindern. Eine spezifische Therapie richtet sich nach der mutmaßlichen Herkunft des CUP. Bei deutlichen Hinweisen auf Leber-, Kolon- oder Nierenkrebs kommt z.B. die Behandlung mit einem Tyrosinkinase-Inhibitor infrage. Auch eine Chemotherapie kann bei nicht operablen Metastasen sinnvoll sein.

Invasive und Interventionelle Therapie

Auch bei Patienten mit CUP-Syndrom ist eine zielgerichtete invasive Therapie grundsätzlich möglich. Bei lokal beschränktem Befund kann eine Operation eventuell Prognose und Symptomatik bessern, schmerzhafte Metastasen sprechen mitunter gut auf eine Radiatio an.  

Leitlinien

Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO), Schweizerische Gesellschaft für Medizinische Onkologie (SGMO), Schweizerische Gesellschaft für Hämatologie (SGH), Österreichische Gesellschaft für Hämatologie & Medizinische Onkologie (OeGHO):
CUP Syndrom -  Krebserkrankungen mit unbekanntem Primärtumor

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