Von Bauchgefühl bis (Schul-)Stress: Effektiv und evidenzbasiert behandeln

Auch bei Kindern und Jugendlichen werden funktionelle Magen-Darm-Erkrankungen wie das Reizdarmsyndrom häufig diagnostiziert.1 Der Leidensdruck der Betroffenen kann durch zusätzliche Stressfaktoren z.B. Schulstress potenziert werden und somit das Schmerzempfinden intensivieren. Hierbei spielt die Interaktion von Darm und Gehirn, die sogenannte Darm-Hirn-Achse, eine wichtige Rolle.2 Im Rahmen des Kongresses für Kinder- und Jugendmedizin 2022 besprechen Experten aus Klinik und Praxis aktuelle Erkenntnisse zur zielgerichteten Diagnose und Behandlung funktioneller Magen-Darm-Erkrankungen.2

Neue Erkenntnisse vom Kongress für Kinder- und Jugendmedizin 2022

Aktuelle Forschungsergebnisse sprächen dafür, dass funktionelle Magen-Darm-Beschwerden eine Störung der Darm-Hirn-Interaktion darstellen. Diese Störung der Darm-Hirn-Achse könne zu einer Sensitivierung der Schmerzareale im Gehirn und einer Aktivierung von Schmerzrezeptoren im Darm führen. Zusätzliche Stressfaktoren könnten die bereits gesteigerte Schmerzwahrnehmung weiter intensivieren, erklärt Dr. med. Martin Claßen, ehemaliger Chefarzt und Klinikdirektor der Klinik für Pädiatrie am Eltern-Kind-Zentrum Prof. Hess, Klinikum Bremen-Mitte mit dem Schwerpunkt pädiatrische Gastroenterologie. „Gleichzeitig sind oft emotionale Belastungen bei den betroffenen Kindern spürbar, ebenso eine Neigung zu häufigen Kopfschmerzen“, führt Prof. Dr. med. Peter W. Gündling, Praxis für Naturheilverfahren, Bad Camberg weiter aus. Zudem könne bei knapp 50 Prozent der Kinder mit funktionellen Darmbeschwerden ein Reizdarmsyndrom (RDS) diagnostiziert werden. „Eine zielgerichtete Diagnostik und eine ganzheitliche Betrachtung funktioneller Magen-Darm-Beschwerden können sowohl für die Betroffenen und deren Familien als auch für betreuende Ärztinnen und Ärzte die Dauer bis zur Linderung verkürzen und die langfristige Prognose verbessern“, fasst der Mediziner zusammen.

Schnelle und schonende Linderung im Vordergrund

Bei funktionellen Magen-Darm-Beschwerden steht für die betroffenen Kinder und Jugendlichen und deren Familien vor allem eine effektive und schonende Linderung der Symptomatik im Fokus. Im Vergleich zu Erwachsenen sind die zugelassenen Therapieoptionen jedoch deutlich begrenzter. Für Kinder und Jugendliche bilden u.a. evidenzbasierte Phytopharmaka eine sinnvolle Therapiesäule. „Daten aus Erhebungen mit über 40.000 Kindern und die Zulassung ab drei Jahren machen STW 5 zu einem wichtigen Baustein in der Therapie funktioneller Magen-Darm-Beschwerden bei Kindern“, so Prof. Dr. med. Peter W. Gündling. Gerade bei Kindern und Jugendlichen, die ihre Beschwerden oft nicht korrekt einordnen oder benennen können, besitzen Phytopharmaka mit Multi-Target-Wirkung wie Iberogast® Classic den Vorteil, dass sie an verschiedenen Punkten im Verdauungstrakt ansetzen und so verschiedene Beschwerden gleichzeitig lindern können.3,4

Literatur:
1.    Pensabene L, et al. J Pediatrics. 2015;166(4):903-7.
2.    Symposium "Von Bauchgefühl bis (Schul-)Stress: Effektiv und evidenzbasiert behandeln" der Bayer Vital GmbH, 10. September 2022, im Rahmen des hybriden Kongresses für Kinder und Jugendmedizin.
3.    Nieber K, et al. Planta Medica. 2012;78(11):1086.
4.    Abdel-Aziz H, et al. Planta Med. 2017;83(14-15):1130-40.

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