Stuhlinkontinenz

Definition

Stuhlinkontinenz ist die krankhafte Unfähigkeit, den Abgang von Stuhl bzw. Kot willentlich zu steuern. Grundsätzlich kann sie in allen Altersgruppen vorkommen, betrifft in der Regel aber eher ältere Menschen. Mit einem Vorkommen von 1,5% - 5,3% in der deutschen Bevölkerung kommt die Stuhlinkontinenz sehr häufig vor. Die Ursachen sind dabei sehr vielfältig und können von Störung der Impulsverarbeitung, Unterbrechung der Pulsüberleitung, sensorische Störungen über muskuläre Störungen und psychische/psychiatrische Störung bis hin zu Medikamenten reichen.

Symptomatik

Es werden Man drei Grade unterschieden:

  • Grad 1: Winde werden nicht zurückgehalten
  • Grad 2: Flüssiger Stuhl wird nicht zurückgehalten
  • Grad 3: Normaler Stuhl wird nicht zurückgehalten
Untersuchung
  • Anamnese
  • Inspektion der Analregion
  • rektal-digitale Untersuchung
  • manometrische Untersuchungen
  • Proktoskopie
  • Rektoskopie
  • Sphinktermanometrie
  • analer Ultraschall
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Pharmakotherapie und nichtinvasive Therapie

Die Therapie richtet sich nach den Ursachen und kann eine medikamentöse Behandlung bei Entzündungen oder auch eine Operation bei tumorösen Veränderungen beinhalten. Weitere Möglichkeiten sind die sakrale Nervenstimulation, Krankengymnastik und Toilettentraining. 

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Prävention
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Leitlinien

Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH):
Anorektale Fehlbildungen

Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie e.V. (DGAV):
Rektovaginale Fistel

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