Völlegefühl: So wird der Weihnachtsschmaus nicht zum Graus
Häufig in der Weihnachtszeit: Fettige, süße und hastig verschlungene Mahlzeiten, Festtagsstress und oft kaum Zeit für sportliche Aktivitäten während der Feiertage. Dies führt häufig zu unangenehmen Begleiterscheinungen, die v. a. den Magen-Darm-Trakt betreffen. Magen-Darm-Beschwerden, auslösende Faktoren und hilfreiche Tipps im Überblick.
Völlegefühl: Den Ursachen auf der Spur
Ein Völlegefühl kann mit Schmerzen im Oberbauch und Übelkeit einhergehen und ist oftmals ein unangenehmer Begleiter von übermäßiger Nahrungsaufnahme. Betroffene verspüren einen Druck im Oberbrauch, die Bauchdecke ist angespannt und fühlt sich häufig aufgebläht und dick an. Die Symptomatik kann durch eine ganze Reihe von Faktoren ausgelöst werden. Eine primäre Abklärung organischer Ursachen der Symptome ist daher, mittels einer ausführlichen Anamnese, essenziell, z. B. durch Blut- und Stuhluntersuchungen oder einer Ultraschalluntersuchung.
Im Zuge dessen sollten Sie auch folgende Risikofaktoren berücksichtigen:
- Medikamenteneinnahme (z. B. Antibiotika)
- Psychische Auslöser, wie (z. B. Stress)
- Hormonelle Veränderungen (z. B. Schwangerschaft, Periode)
- Fortgeschrittenes Alter
- Ernährung
Können Sie eine organische Ursache der Symptome ausschließen, ist häufig eine funktionelle oder motilitätsbedingte Störung des Verdauungssystems für die Verdauungsbeschwerden verantwortlich. Auslöser für die Beschwerden können hierbei z. B. Alkohol, zu viel fettiges Essen, Rauchen und zu wenig Bewegung sein. Ursachen könnten z. B. in einer Störung der Darm-Hirn-Achsen Kommunikation liegen.
Symptomlinderung: Schnelle & effektive Hilfe?
Liegt eine funktionelle Störung des Magen-Darm-Trakts vor ist eine gezielte Behandlung sinnvoll. Dabei ist wichtig zu beachten, dass die Symptomatik häufig multifaktoriell bedingt ist und neben Motilitätsstörungen auch eine beeinträchtigte Magensekretion oder viszerale Hypersensitivität auftreten kann.1-3
Hier eignen sich evidenz-basierte pflanzliche Kombinationspräparate mit ihrem Multi-Target-Ansatz für die Behandlung funktioneller Beschwerden. In der S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e. V. (DGVS) zum Reizdarmsyndrom sind als Phytotherapeutika unter anderem STW-5 (Iberogast® Classic) und STW-5-II (Iberogast® ADVANCE) als Therapieoptionen aufgeführt.2 In der Leitlinie wird ein positiver Effekt der beiden Formulierungen auf den IBS-Symptomenscore (IBS-SS) insgesamt und abdominelle Schmerzen im speziellen beschrieben.2
Der Multi-Target-Effekt basiert auf der Kombination mehrerer additiv und synergistisch wirkender Heilpflanzenextrakte, die verschiedene Ansatzpunkte adressieren. Iberogast® Classic enthält eine einzigartige Kombination aus 9 Heilpflanzenextrakten mit einem hohen Anteil motilitätsregulierender Extrakte. In Iberogast® Advance sind 6 Heilpflanzenextrakte mit einem hohen Anteil beruhigender, entzündungshemmender und schleimhautschützender Extrakte enthalten. Zahlreiche klinische Studien belegen die Wirksamkeit der beiden Formulierungen bei funktionellen Magen-Darm-Beschwerden.4-9
Literatur:
1. Madisch A. Diagnose und Therapie der funktionellen Dyspepsie. Dtsch Arztebl Int 2018;115:222-32.
2. Layer P et al. Update S3-Leitlinie Reizdarmsyndrom: Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie des Reizdarmsyndroms der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und der Deutschen Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität (DGNM). Stand 2021. AWMF-Reg.-Nr. 021/016, unter: register.awmf.org/assets/guidelines/021-016l_S3_Definition-Pathophysiologie-Diagnostik-Therapie-Reizdarmsyndroms_2022-02.pdf (abgerufen am 20.10.2025).
3. Storr M et al. S1-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität (DGNM) zur funktionellen Dyspepsie (Reizmagen), einer Disorder of Gut-Brain Interaction (DGBI). Z Gastroenterl. 2025;63(04):403–422.
4. Hohenester B et al. The herbal preparation STW5 (lberogast) has potent and region-specific effects on gastric motility. Neurogastroenterol Motil. 2004;16(6):765–773.
5. Pilichiewicz, AN et al. Effects of Iberogast on proximal gastric volume, antropyloroduodenal motility and gastric emptying in healthy men. Am J Gastroenterol. 2007;102(6):1276–1283.
6. Raedsch R et al. Early onset of efficacy in patients with functional and motility-related gastrointestinal disorders: A noninterventional study with Iberogast®. Wien Med Wochenschr. 2018;168(3–4):89–98.
7. Elbadawi M et al. Anti-inflammatory and tight junction protective activity of the herbal preparation STW 5-II on mouse intestinal organoids. Phytomedicine. 88;2021:153589.
8. Vinson B et al. Efficacy and safety of STW 5 II in patients with functional dyspepsia: results from a double-blind, randomized, multicenter trial. Z Gastroenterol. 2022; 58:e179.
9. Madisch A et al. Treatment of irritable bowel syndrome with herbal preparation: results of a double-blind, randomized, placebo-controlled, multi-centre trial. Aliment Phamacol Ther. 2004;19(3):271-279.