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Reizdarmsyndrom

Phytotherapeutika haben hohen Stellenwert in der gezielten medikamentösen Therapie

Das Reizdarmsyndrom (RDS) ist neben der Dyspepsie die häufigste funktionelle gastrointestinale Erkrankung und generell eine häufige Diagnose in der Praxis. Durch die funktionellen, wiederkehrenden und wechselnden Beschwerden ist die Lebensqualität der Patienten und ihre Produktivität im Alltag z. T. deutlich eingeschränkt. Aufgrund der Heterogenität des RDS gibt es keine Standardtherapie. Die Behandlung zielt vor allem darauf ab, die Beschwerden zu lindern, gleichzeitig soll die Therapie gut verträglich sein. Beim RDS haben sich daher Phytotherapeutika mit ausgewählten Heilpflanzenextrakten bewährt. Diese sind als Therapieoption auch in der aktuellen S3-Leitlinie Reizdarm (Update Juni 2021) aufgenommen.

PD Dr. med. Arne Kandulski, Regensburg, wies im Rahmen des Iberogast-Symposiums beim Kongress Viszeralmedizin 2021 daher auf die Bedeutung funktioneller Magen-Darm-Erkrankungen hin. „Eine von der ROME-Gesellschaft weltweit durchgeführte Erhebung geht von einer Prävalenz funktioneller gastroenterologischer Erkrankungen von bis zu 40 Prozent aus, wobei Reizdarm und Reizmagen den Hauptteil stellen. Der chronisch-rezidivierende Verlauf und das Fehlen von Standardtherapien ist Grundlage für sowohl eine hohe individuelle Belastung betroffener Patienten als auch eine hohe sozioökonomische Belastung der Gesundheitssysteme.“

Von Diarrhoe bis Depressionen – das RDS hat viele Gesichter

Die Symptome bei RDS-Patienten können variieren, charakteristisch sind jedoch chronische oder wiederkehrende Schmerzen im Abdomen bzw. Missempfindungen in Verbindung mit Stuhlunregelmäßigkeiten. Das RDS wird allgemein definiert als eine chronisch funktionelle Darmerkrankung, die sich u. a. durch abdominelle Schmerzepisoden, veränderte Stuhlgewohnheiten, Flatulenz und Völlegefühl äußert. Krankheitsfaktoren wie z. B. eine strukturelle Gewebsschädigung, die die Symptome ursächlich medizinisch erklären, fehlen. Ein Teil der RDS-Patienten leidet darüber hinaus unter Komorbiditäten wie Kopfschmerzen oder psychischen Störungen (z. B. Depressionen). Dies zeigt, dass dem Reizdarmsyndrom eine multifaktorielle Genese mit veränderter Darmreaktivität und -motilität sowie veränderter Schmerzwahrnehmung zugrunde liegt und dass auch psychologische und soziale Faktoren die Symptomwahrnehmung und das Krankheitsverhalten maßgeblich beeinflussen.

Individuell behandeln

Die Behandlung richtet sich nach den jeweiligen Symptomen, wobei die Therapie das individuelle Befinden und die Verbesserung der Lebensqualität berücksichtigen sollte. Präparate gegen Schmerzen, Diarrhoe oder Obstipation sowie krampflösende Mittel helfen zwar vorübergehend, letztendlich ist die Datenlage hinsichtlich deren Wirkung jedoch ungenügend, und eine vollständige Beschwerdefreiheit ist selten gegeben. Da Angst und Depressionen eine hohe Korrelation zum Reizdarmsyndrom zeigen und häufig Stress die Symptome verstärkt, werden auch Entspannungsübungen oder eine kognitive Verhaltenstherapie empfohlen. Wichtig für eine erfolgreiche RDS-Behandlung ist zudem ein individuell gesunder Lebensstil und, falls angezeigt, eine Umstellung der Ernährung auf eine FODMAP-reduzierte Kost (Diät mit reduziertem Gehalt an fermentierbaren Oligo-, Di-, Monosacchariden und Polyolen).

Phytotherapie lindert Symptome signifikant

Im Leitlinien-Update wird zudem der Stellenwert von Phytotherapeutika bei der Symptomlinderung von Reizdarmbeschwerden betont. „Neben den allgemeinen Therapieverfahren ist der Leitlinie zufolge die gezielte symptomorientierte medikamentöse Behandlung die zweite Säule der Therapie des Reizdarmsyndroms. Dabei spielen insbesondere Phytotherapeutika eine entscheidende Rolle“, unterstrich Prof. Dr. med. Hans-Dieter Allescher, Garmisch-Partenkirchen. So konnte in einer klinischen randomisierten placebokontrollierten Studie an Reizdarmpatienten gezeigt werden, dass Phytotherapeutika wie Iberogast Classic und Iberogast Advance eine signifikante Verbesserung des des abdominalen Symptomenscores bewirken.

Iberogast Classic und Advance

Die bewährte Rezeptur von Iberogast Classic enthält neun Pflanzenextrakte: Iberis amara, Süßholzwurzel, Kümmelfrüchte, Pfefferminzblätter, Melissenblätter, Kamillenblüten, Angelikawurzel, Schöllkraut und Mariendistelfrüchte. Die letzten drei genannten Extrakte zeichnen sich durch stark motilitätsregulierende Eigenschaften aus. In Iberogast Advance sind bis auf Angelikawurzel, Schöllkraut und Mariendistelfrüchte die gleichen Heilpflanzen enthalten, hier jedoch Kamillen, Kümmel, Melissen und Pfefferminzextrakt in höherer Konzentration. Diese Extrakte in Iberogast Advance wirken vor allem beruhigend, schleimhautschützend und antientzündlich.

Einzigartige Wirkstoffkombination

Die pflanzlichen Kombinationspräparate ermöglichen durch ihre einzigartige Zusammensetzung die Behandlung verschiedener Beschwerden im Magen-Darm-Trakt und werden daher erfolgreich zur Behandlung funktioneller Magen-Darm-Beschwerden wie Magenschmerzen, Völlegefühl, Blähungen, Magen-Darm-Krämpfe, Übelkeit und Sodbrennen eingesetzt. Iberogast Advance wird bei häufig wiederkehrenden und länger anhaltenden Beschwerden angewendet. Iberogast Classic sorgt mit einem höheren Anteil an motilitätsregulierenden Komponenten insbesondere bei einer eher akuten, situativ ausgelösten Symptomatik schnell für Linderung.

Quelle: Symposium „Volksleiden Reizdarm – Einflussfaktoren und Therapiemöglichkeiten“. Viszeral Medizin 2021, Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten sowie der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Leipzig, 16.09.2021; Veranstalter: Bayer Vital GmbH.

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