Analkarzinom

Definition

Das Analkarzinom ist eine bösartige Geschwulst am After. Von einem Analkanalkarzinom spricht man, wenn der Tumor zwischen der Linea dentata und der Linea anocutanea liegt. Davon abzugrenzen sind die Analrandkarzinome an der Haut-Schleimhaut-Grenze.

Mit einem Anteil von höchstens zwei Prozent aller Krebserkrankungen des Dickdarms und entsprechend 0,4 bis 1,5 Neuerkrankungen pro 100 000 Einwohner und Jahr, sind Analkarzinome relativ selten. Sie treten häufig nach dem 60. Lebensjahr auf.

Zu den Risikofaktoren zählen:

  • Humane Papillomaviren
  • langjährige Virusinfektionen
  • Immunsuppression, z.B. Organtransplantation oder bei HIV-Infektion
  • Analfisteln
  • Analer Geschlechtsverkehr
  • Zigarettenkonsum
Symptomatik

Die Symptomatik ist sehr unspezifisch. Schmerzen bei der Defäkation, Stuhlunregelmäßigkeiten, Pruritus ani, Blutungen, Brennen, Nässen und ein Fremdkörpergefühl gehören dazu. Im Gegensatz zu Hämorrhoiden besteht der Verdacht auf ein Analkarzinom immer dann, wenn sich in relativ kurzer Zeit ein zu tastendes Gebilde am oder im After gebildet hat, das evtl. mit Blutabgang einhergeht.

Untersuchung

Die sorgfältige Untersuchung sollte bestehen aus:

  • Inspektion
  • Palpation
  • Proktoskopie
  • Rektoskopie mit evtl. Entnahme von Gewebeproben
  • Unteruchung der inguinalen Lymphknoten
Pharmakotherapie und nichtinvasive Therapie

Da mehr als 90 % aller Analkarzinome mit einer Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) assoziiert sind, lag der Gedanke an eine der modernen...

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Invasive und Interventionelle Therapie

Die Therapie ist abhängig von der Lokalisation und Ausbreitung des Tumors. Grundsätzliches Ziel ist aber immer die vollständige Entfernung des Tumorgewebes. 

Kleine Hauttumoren ohne nachgewiesene Lymphknotenmetastasen und ohne Infiltration in die Tiefe des Analkanals können lokal entfernt werden. Bei allen anderen Formen wird die kombinierte Radiochemotherapie mit evtl. anschließender operativer Entfernung angewandt.  Durch einen chirurgischen Eingriff geht meistens die Stuhlkontinenz verloren, so dass auf einen Anus praeter zurückgegriffen werden muss. 

Leitlinien

Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO), Schweizerische Gesellschaft für Medizinische Onkologie (SGMO),Schweizerische Gesellschaft für Hämatologie (SGH), Österreichische Gesellschaft für Hämatologie & Medizinische Onkologie (OeGHO):
Rektumkarzinom

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