Reizdarmsyndrom – Update 2022: Neue Leitlinienempfehlungen für die tägliche Praxis

Die aktuelle S3-Leitlinie beschreibt das Reizdarmsyndrom als eine Störung der Darm-Hirn-Achse.

Das Reizdarmsyndrom (RDS) ist eine häufige gastroenterologische Diagnose mit einer hohen Dunkelziffer. Für die Erkrankung gibt es bis heute keine Biomarker und dadurch vergeht im Rahmen der Ausschlussdiagnostik oft eine lange Zeit, bis die Diagnose steht. Die Leitlinie empfiehlt einen hilfreichen Algorithmus, um den von einem Reizdarmsyndrom betroffenen Patient:innen möglichst schnell Klarheit zu verschaffen.

Hohe Kosten durch unnötige Diagnostik

Wenn die Diagnose RDS steht, empfiehlt die Leitlinie ein evidenzbasiertes multimodales langfristiges Therapieschema, das auf den Säulen Diät, Medikamente und Verhaltenstherapie basiert. Das Reizdarmsyndrom ist nicht heilbar und für die überwiegende Mehrheit der Patient:innen bedeutet das eine lebenslange individualisierte Therapie, für das ein breites Spektrum an potenziell wirksamen Behandlungsoptionen zur Verfügung steht. Für deren Erfolg ist eine gute Kommunikation mit den Betroffenen erforderlich, damit sie nicht nur ihre Erkrankung, sondern auch den Sinn der therapeutischen Maßnahmen verstehen.

Der Schwerpunkt dieser sehr praxisorientierten und interessanten Fortbildung liegt bei der Beschreibung der verschiedenen Therapieoptionen, die die Leitlinie im Rahmen des multimodalen Ansatzes und auf der Basis der vorhandenen Evidenz empfiehlt. Der Referent, einer der Co-Autoren der neuen Leitlinie, ergänzt die Empfehlungen mit seinen eigenen Erfahrungen aus der gastroenterologischen Fachpraxis.

CME-Online-Fortbildung

  • Bearbeitungszeit: 45 Minuten
  • Referent: Prof. Dr. Ahmed Madisch, Centrum Gastroenterologie Bethanien, Frankfurt am Main

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