Ösophagitis

Definition

Die Ösophagitis ist eine akut oder chronisch verlaufende Entzündung der Speiseröhre. Sehr häufig wird sie durch einen Reflux von Magensäure ausgelöst. Es können aber auch Verätzungen, schlaimhautschädigende Medikamente, Alkoholabusus oder Infektionen ursächlich sein. 

Es werden vier Stadien unterschieden:

  • Stadium I: einzelne Schleimhauterosionen, nicht konfluierend, mit Rötung
  • Stadium II: konfluierende Erosionen (nicht über die ganze Zirkumferenz)
  • Stadium III: zirkumferente Läsion, ohne Stenosezeichen
  • Stadium IV: Wandfibrose, Stenose
Symptomatik

Die Symptome reichen von Sodbrennen, Schmerz im oberen Magenbereich und Schluckbeschwerden bis hin zu Erbrechen und Adipsie.

Untersuchung

Im Rahmen einer Ösophagogastroduodenoskopie zeigt sich meist eine deutlich gerötete, Gefäß-injizierte Schleimhaut mit längsgestellten ulzerösen Defekten.

Pharmakotherapie und nichtinvasive Therapie

Protonenpumpeninhibitoren, die die Magensäure binden, sind vor allem bei der Refluxösophagitis Mittel der Wahl.

Leitlinien

Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS):
Gastroösophageale Refluxkrankkheit

Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie:
Gastro-ösophagealer Reflux im Kindesalter

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