Apotheker machen Milliardenumsatz mit der Linderung von Erkältungssymptomen

Gesundheitspolitik Autor: Michael Reischmann

Für Kopfweh, Husten, Schupfen, Heiserkeit hält die Apotheke Rezeptfreies bereit. 2017/18 legte der Umsatz um 5 % zu. © iStock.com/LarsZahnerPhotography

Herbst, Winter und Frühjahr sind „Hoch“-Zeiten für Halsschmerzen, Schnupfen, Kopfschmerzen, Husten und Fieber – das macht sich auch bei den Apothekenumsätzen bemerkbar.

Zur Linderung von Erkältungsbeschwerden gibt es eine Vielzahl rezeptfreier Arznei- und Gesundheitsmittel. In der letzten Erkältungssaison von Oktober 2017 bis März 2018 wurden in Apotheken und über den Versandhandel 194 Mio. Packungen im Wert von 1,4 Mrd. Euro an Verbraucher abgegeben, berichtet der Frankfurter Informations-Anbieter IQVIA.

Durchschnittlich zweimal pro Jahr erwischt es einen Erwachsenen. Die Spitzen der Erkältungswellen 2017/18 (gemessen an den Apothekenumsätzen) waren Ende Dezember und besonders stark ausgeprägt – auch deutlich mehr als in den drei Jahren zuvor – im Februar/März 2018. 88 % der Erkältungsmittel wurden 2017 in den Apotheken vor Ort gekauft, der Anteil der per Post zugestellten Packungen (12 %) wuchs allerdings mit 8,4 % stärker als der Offizin-Absatz (+1 %).