Ernährungsgewohnheiten im Wandel

Autor: Prof. Dr. Herrmann Liebermeister, Neunkirchen-Saar

Im Schweiße Deines Angesichts sollst Du Dein Brot essen - was im ersten Buch Mose noch eine Strafandrohung war, entspricht heute den ärztlichen Empfehlungen für ein längeres Leben in Gesundheit. Und solcher Rat ist bitter nötig: Die meisten von uns leben im Schlaraffenland - auch wenn das Essen nicht fertig gebraten in den Mund fliegt, sondern zumindest vorher noch in den Mikrowellenherd geschoben werden muss.

Auf das überbordende Angebot an Ess- und Trinkbarem sind wir genetisch aber gar nicht vorbereitet. Unser Erbgut wurde über Jahrmillionen nur daraufhin programmiert, mit Hungerperioden fertig zu werden, vor allem der sparsame Futterverwerter überlebte. Den in Deutschland seit etwa zwei Generationen herrschenden Brennwert-Überschuss können wir kaum verarbeiten, zumal wir unser Getreide nicht mehr mühsam mit der Sichel ernten müssen und uns auch die schweißtreibende Jagd auf Kaninchen oder Rehe erspart bleibt.

Und das gilt nicht nur für uns in den Industrienationen, sondern trotz aller Berichte über Hungerkatastrophen für die meisten Länder der Welt. Die WHO hat die Adipositas zum größten...

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