Gewalttätige Jugendliche: Sie wollen nicht mehr die Opfer sein

Autor: Md

Seit 15 Jahren arbeitet der Dipl.-Sozialarbeiter Markus Brand mit jugendlichen Mehrfachgewalttätern. Er versucht, sie zu „erreichen“ und ihnen zu vermitteln, dass das, was sie tun, der falsche Weg ist. Ein mühsames Unterfangen, denn diese Klientel – in der Regel Jungs – steht zu ihrer Täterschaft, sie will nicht Opfer sein.

Bevor die Behandlung eines jugendlichen Gewalttäters überhaupt beginnen kann, muss der Sozialarbeiter einen „Zugang“ zu ihm bekommen. Er muss sich mit ihm als Menschen, mit seiner Sozialisation und Grundhaltung, seinen Denkmustern und Emotionen auseinandersetzen. Kann das gelingen?

Da ist z.B. der 17-jährige Sascha. Er war in der Grundschule, in der Hauptschule, in der Jugendstrafanstalt, ist im Getto groß geworden. Seinen leiblichen Vater kennt er nicht, dafür hat er einige Stiefväter erlebt, die Mutter ist Alkoholikerin. Der Erziehungsstil zu Hause war Lernen durch Schmerz. Sascha bezeichnet sich selbst als gewaltbereit, dominant, durchsetzungsstark. Markus Brand: „Er ist der Held. Wer ihm...

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