Ist die Tonsillotomie im 21. Jahrhundert noch gerechtfertigt?

Autor: Dr. Carola Gessner Foto: thinkstock

Tonsillen kappen, das halten viele Kollegen für eine mittelalterliche Methode. Ein HNO-Operateur erklärt, wann und warum das Verfahren mit dem schlechten Ruf heute doch noch seinen Platz in den Operationssälen hat.

Die Tonsillotomie hat eine bewegte Geschichte mit einem besonderen Boom in den 30er- und 40er-Jahren des letzten Jahrhunderts. Mit zum Teil guillotineähnlichen Instrumenten kappte man überschüssiges Tonsillengewebe, ähnlich wie man eine Zigarrenspitze abknipst, erklärte Dr. Udo Schuss vom Klinikum Stuttgart.


Der miserable Ruf der Tonsillotomie resultiert daraus, dass man häufig auch Patienten mit chronischer Infektion tonsillotomierte. Bei ihnen kam es postoperativ zu hohen Raten von Abszessen und Nachblutungen. Da hat man einfach die Indikation falsch gestellt, so Dr. Schuss.

Bei reiner Obstruktion mit Schlafstörungen ist die Tonsillotomie indiziert

Wenn es um eine reine Obstruktion mit...

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