Laufnase durch Allergietest?

Frage von Dr. Roland Hirschfeld-Warneken,
Arzt für Allgemeinmedizin,
Rastatt:

Mein Patient litt als Kind an Heuschnupfen; die Symptomatik klang nach dem 18. Lebensjahr allmählich ab. Jetzt wurde im Rahmen der Abklärung eines Schlafapnoe-Syndroms auch ein Allergietest durchgeführt. Mein Patient behauptet, seitdem sei der Heuschnupfen wieder in einer Intensität wie zuletzt vor 30 Jahren aufgetreten. Kann eine Allergietestung so etwas wie eine Booster-Reaktion auslösen?

Antwort von Professor Dr. Martin Röcken,
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie,
Universitätsklinikum Innenstadt,
München:

Grundsätzlich bestehen bei der Allergietestung in vivo drei Risiken:

  1. Das Auslösen einer generalisierten allergischen Reaktion, die beim Testen von Soforttypallergien sogar zum allergischen Schock führen kann.
  2. Das Auffrischen einer latenten oder ruhenden Immunantwort (Boosterung der Immunantwort).
  3. Die (seltene) Möglichkeit, dass durch die Allergietestung erst eine Sensibilisierung stattfindet, d.h. eine allergische Reaktion eingeleitet wird.

Bei korrekter Durchführung können die Risiken minimiert, aber nicht ausgeschlossen werden. Daher muss die...

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