MS-Diagnose per Tränentest statt Rückenmarkpunktion?

Autor: Manuela Arand, Foto: BilderBox

Der Goldstandard in der Diagnostik der Multiplen Sklerose (MS) ist nach wie vor die Untersuchung des Liquors auf oligoklonale Banden. Aber könnten nicht auch in Tränenflüssigkeit diese MS-typischen Banden nachgewiesen werden?

Derzeit wird der Liquor auf oligoklonale Banden untersucht, wenn ein Patient einen Multiple Sklerose-verdächtigen Schub (MS) hatte, die McDonalds-Kriterien aber nicht erfüllt sind. Ein französisches Forscherteam wollte herausfinden, ob es auch weniger invasiv geht und hat die Tränenflüssigkeit von 69 Patienten mit klinisch isoliertem Syndrom (CIS) per isoelektrischer Fokussierung untersucht.


Bei 42 % der Probanden konnten oligoklonale Banden nachgewiesen werden, etwas weniger als bei der Liquorpunktion mit 64 %. Letzterer Wert entspricht in etwa dem, was man bei einer Gruppe von CIS-Patienten erwarten würde, während die Nachweisrate bei manifester Multipler Sklerose mit über 95 % deutlich...

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