Neues Kapitel in der Immuntherapie aufgeschlagen

Morphin ist bekannt als Schmerzmittel, und auch die obstipierende Wirkung der Opioide ist nichts Brandneues. Dass ein Agonist am m-Rezeptor wie Morphin oder Endorphin aber auch über eine immunmodulatorische Wirkung die entzündlichen Prozesse bei M. Crohn und Colitis ulcerosa deckeln könnte, ist eine Entdeckung, zu der Dr. P. Philippe, Universität Lille, am UEGW interessante Daten beisteuerte. Hieraus könnten sich neue Behandlungsoptionen für M. Crohn und Colitis ulcerosa entwickeln.

Der m-Rezeptor (MOR = m-Opioid-Rezeptor) wird nicht nur auf Nervenzellen exprimiert, sondern auch auf epithelialen Zellen und Immunzellen. Dr. Philippe und Kollegen konnten am Tiermodell nachweisen, dass der MOR die Produktion inflammatorisch wirksamer Zytokine wie Tumornekrosefaktor-a (TNF) reguliert. Die Aktivierung des Rezeptors schützt vor Entzündungsprozessen, weil die TNF-a- und die Interleukin-1b-Produktion signifikant vermindert wird, wenn MOR-Agonisten einwirken. Durch den Opiatantagonisten Naloxon lässt sich dieser protektive Effekt wieder komplett aufheben.

Dass die m-agonistische Therapie mit einem Streich die Entzündung, die Schmerzen und die Durchfallhäufigkeit verbessern...

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