Schizophrenie behandeln ist die beste Gewaltprophylaxe

Autor: Interview: Manuela Arand

Ausgerechnet neben einer Klinik für Schizophrenie-Patienten soll der neue Kindergarten gebaut werden. Die Anwohner sind in heller Aufruhr. Sie befürchten, dass ihre Kleinen dann von gewalttätigen Psychosekranken überfallen werden. Doch sind diese vielerorts geäußerten Ängste wirklich begründet? Keineswegs, versichert ein Experte.

Interview mit Professor Dr. Norbert Nedopil, der Leiter der Abteilung für Forensische Psychiatrie an der Psychiatrischen Klinik der LMU München.

Frage: Geht von Patienten mit schizophrener Psychose tatsächlich ein erhöhtes Gewaltrisiko aus oder verzerren spektakuläre Einzelfälle da die öffentliche Wahrnehmung?

Nedopil: Von Patienten mit bestimmten psychiatrischen Diagnosen geht tatsächlich ein erhöhtes Gewalttätigkeitsrisiko aus – das betrifft keineswegs nur Patienten mit Schizophrenie.
Das lässt sich auch in Zahlen fassen: Bei Patienten mit Persönlichkeitsstörungen – vor allem mit dissozialen Persönlichkeitsstörungen, mit Borderline-Störungen, mit paranoiden Persönlichkeitsstörungen – liegt...

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