Sehschwäche statt Vorsorge

Autor: Marlies Michaelis

Eine augenärztliche Untersuchung im Rahmen der Vorsorge für Kinder unter sechs Jahren sei nicht notwendig – dieses Urteil des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bringt Augenärzte auf die Barrikaden. Sie befürchten, dass Sehstörungen bei Kindern nicht rechtzeitig erkannt werden. Betroffen ist eines von zwanzig Kindern.

Man erkennt sie an der Augenklappe – Kinder, bei denen eine Sehschwäche vorliegt, die bewirkt, dass das eine Auge nur unscharfe Bilder liefert. In solchen Fällen wird das stärkere Auge zeitweilig mit der Klappe abgedeckt, damit – nach Korrektur des Sehfehlers mit einer Brille – das Gehirn lernt, auch die Informationen vom schwächeren Auge zu verarbeiten. Eine Korrektur allein der Kurz- bzw. der Weitsichtigkeit oder des Schielens reicht in diesen Fällen nicht aus. Damit die entsprechende Sehschwäche – Fachleute nennen sie Amblyopie – bei möglichst vielen Kindern rechtzeitig erkannt wird, forderten Augen- und Kinderärzte, dass eine entsprechende Untersuchung beim Augenarzt in den Katalog der...

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