Sprach-Screening: Gut gemeint und illusorisch?

Autor: Maria Weiß

Mit der Sprach- und Lesekompetenz deutscher Schüler steht es nicht zum Besten. Bei allen Kindern im Vorschulalter soll deshalb ein „Sprachscreening“ bzw. eine Sprachstandserfassung stattfinden – so will es die Berliner Koalition. Allein es fehlen zuverlässige Tests.

Unbestritten muss man die Verkehrssprache beherrschen, um die Schriftsprache zu lernen und in der Schule erfolgreich zu sein. Ebenfalls gut belegt ist, dass die Sprachfähigkeit im Vorschulalter ein Prädiktor für schulische Leistungen und beruflichen Erfolg ist, sagte Professor Dr. Katrin Neumann von der Abteilung für Phoniatrie und Pädaudio­logie am Zentrum für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde der Universität Frankfurt am Main.

Vergeblich sucht man aber bisher nach der wissenschaftlichen Evidenz für die verschiedenen Testverfahren zur Sprachstandserfassung. Und auch der Erfolg von Sprachförderprogrammen ist bisher in Deutschland kaum belegt.

Ist die Sprachstörung medizinisch relevant?

Auf...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.