Weg mit der Unterarm-Schiene!

Autor: SK

Nach Hand- und Fingerverletzungen überwiegen die Schäden durch Ruhigstellung die eigentlichen Traumafolgen bei weitem. Schuld daran ist u.a. die Unsitte, verletzte Finger zusammen mit den Nachbarfingern zu schienen. Besonders dem unkritischen Einsatz der volaren Unterarmschiene sagen Experten den Kampf an.

Unter einem Gips schwindet die Muskulatur ruhig gestellter Extremitäten, der Kalkgehalt des Knochens nimmt ab, den Gelenken drohen Bewegungsstörungen. Allein der Nichtgebrauch der Hand kann ein Ödem auslösen, schreibt Dr. Reiner Winkel von der Berufgenossenschaftlichen Unfallklinik Frankfurt in der Zeitschrift „Trauma und Berufskrankheit“.

Nachbarfinger nicht mitschienen
Daher sollte man bei einer Verletzung nur die wirklich betroffenen Glieder ruhig stellen. Unverletzte Nachbarfinger dürfen nicht mitgeschient werden. Die beliebte „Ruhigstellung mit volarer Unterarmgipsschiene in Funktionsstellung“ eignet sich oft überhaupt nicht, warnt Dr. Winkel. Die übliche Schonstellung ist obsolet, da...

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