Wie lange antikoagulieren?

Frage von Dr. Florian Zechlin
Allgemeinarzt,
Selent:

Meine 40-jährige Patientin leidet seit zwei Jahren unter einem Morbus Ormond, der unter Kortikoidtherapie (jetzt Prednisolon 5xa0mg) deutlich rückläufig ist. Die Patientin machte bereits drei Thrombosen durch: eine tiefe Becken-Beinvenenthrombose rechts wegen der retroperitonealen Fibroplasie, dann trotz Gabe von 100xa0mg Acetylsalicylsäure eine oberflächliche und infolge eines zystischen Ovarialtumors links eine tiefe Beinvenenthrombose. Seither steht die Patientin unter oraler Antikoagulation. Geht die retroperitoneale Fibrose mit einer zur Thrombose neigenden Gerinnungsstörung einher, oder kann ich das Cumarinpräparat nach Entfernung des Ovarialtumors wieder absetzen?

Antwort von Dr. Michael Spannagl,
Abteilung Hämostaseologie,
Klinikum Innenstadt,
München:

Die Krankengeschichte der Patientin ist beispielhaft für das Zusammenwirken mehrerer systemischer und lokaler Faktoren in der Pathogenese thromboembolischer Venenerkrankungen. In der Regel kommt es erst beim gleichzeitigen Vorliegen passagerer und permanenter Risikofaktoren zur Manifestation.

Die retroperitoneale Fibrose ist eine sehr seltene Erkrankung bei der sowohl histologische Befunde als auch die therapeutisch wirksame Immunsuppression für ein chronisches Autoimmungeschehen sprechen. Über eine spezifische Aktivierung des Gerinnungssystems ist bei der retroperitonealen Fibrose nichts bekannt. Die...

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