Wiegeln Hochdruckmittel das Glied auf?

Frage von Dr. Barbara Lommatzsch,
Ärztin für Allgemeinmedizin,
Chemnitz:

Während der Hochdrucktherapie mit einem Betablocker entwickelte ein 46-jähriger Patient wiederholt einen Priapismus. Der Blocker wurde abgesetzt, und der Mann erhielt stattdessen einen ACE-Hemmer. Es kam jedoch wieder zum Priapismus. Außerdem ist die Blutdruckeinstellung vor allem in Stresssituationen unbefriedigend, und der Patient klagt über einen morgendlichen Flush. Steht der Priapismus in Zusammenhang mit der Verabreichung von Antihypertensiva? Wie kann die Blutdruckeinstellung optimiert werden?

Antwort von Professor Dr. D. Höffler,
2. Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft,
Weiterstadt:

Die von der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft betriebene Phönix-Datenbank ("Spontanerfassungssystem") registriert zur Zeit 122 229 spontane ärztliche Meldungen über ungewollte Nebenwirkungen von Arzneimitteln. Davon beziehen sich 2272 auf Betablocker. Nur eine Meldung betrifft einen Priapismus. Ein Zusammenhang ist somit und auch auf Grund der Pharmakologie der Substanz unwahrscheinlich. Durchforsten wir die Datenbank nach dem Suchwort "Priapismus", finden wir 53 Fälle, davon zwölf bei Clozapin, drei bei Haloperidol, drei bei Sildenafil; alle übrigen...

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