Aortenstenose

Definition

Normalerweise beträgt die Aortenöffnungsfläche beim Erwachsenen etwa 2,6 bis 3,5 cm2. Bei einer Aortenstenose (Aortenklappenstenose) liegt eine Einengung der linksventrikulären Ausflussbahn im Bereich der Aortenklappe vor. Die Aortenstenose ist in Europa und Nordamerika der häufigste Klappenfehler. Die Prävalenz liegt in der Altersgruppe der über 65-Jährigen bei ≥ 3 %.

Es gibt verschiedene Formen bzw. Ursachen der Aortenklappenstenose:

  • Kongenitale Form, die oft bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen diagnostiziert wird und häufig mit Klappenauffälligkeiten einhergeht (z.B. unikuspide oder bikuspide Aortenklappe)
  • Degenerativ-kalzifizierte Form, bei über 70-Jährigen die häufigste Ätiologie
  • Rheumatische Aortenstenose (in Ländern mit modernen Gesundheitssystemen selten geworden, da das rheumatische Fieber aufgrund konsequenter Antibiose kaum noch beobachtet wird)
Symptomatik

Ein Teil der Patienten bleibt lange beschwerdefrei, selbst wenn eine relevante Aortenstenose vorliegt. Beschwerden treten häufig erst spät auf - bei einer Aortenöffnungsfläche < 1 cm2 und einem mittleren systolischen Gradienten > 40 mmHg – und signalisieren eine mögliche Gefährdung.

Die bei der Aortenstenose beobachteten Pathomechanismen (Druckbelastung und Hypertrophie des linken Ventrikels, reduzierte Koronardurchblutung und vermehrter kardialer Sauerstoffbedarf) erklären die Beschwerden der Patienten:

  • Angina pectoris (aufgrund der Myokardhypoxie).
  • Leistungsminderung und Luftnot (aufgrund des linkskardialen Rückwärtsversagens mit Lungenstauung).
  • Schwindel oder Synkopen, oft im Zusammenhang mit Belastungen (aufgrund des linkskardialen Vorwärtsversagens mit Low output).

Auch Fälle von plötzlichem Herztod wurden bei Aortenstenose beobachtet, allerdings fast nur bei symptomatischen Patienten.

Untersuchung
  • Leitbefund bei der Auskultation ist ein spindelförmiges, r