Barbarisches Ritual: Chronischer Harnwegsinfekt durch Beschneidung

Autor: Maria Weiß

Rasierklingen, Messer oder Scherben - je nach Ritus werden unterschiedliche Gegenstände zur Durchführung der Beschneidung verwendet. © istockphoto.com/Riccardo Lennart Niels Mayer

Zunehmend sind Ärzte hierzulande mit den Spätfolgen rituell vorgenommener weiblicher Beschneidungen konfrontiert. Häufig ist der Harntrakt betroffen.

Die Beschneidung von Klitoris und Schamlippen wird in 28 afrikanischen Ländern, Teilen des Mittleren Ostens und Asiens praktiziert. Weltweit leben etwa 140 Millionen Frauen, die in ihrer Kindheit oder Jugend beschnitten wurden. In Deutschland geht man von etwa 100 000 Betroffenen aus und jedes Jahr kommen etwa 3000 hinzu. Grob lassen sich drei Typen der Beschneidung unterscheiden, erläuterte Professor Dr. Armin Pycha, Abteilung für Urologie und Kinderurologie am Zentralkrankenhaus Bozen:

  • Typ I: Entfernung der Klitoris
  • Typ II: Zusätzliche Entfernung der kleinen Schamlippen
  • Typ III: Entfernung des gesamten Weichgewebes des äußeren Geschlechts, Aneinandernähen der Wundränder unter Belassung...

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