Diäten im Vergleich Ist intermittierendes Fasten wirklich besser?
Als Vergleich zum intermittierendem Fasten dienten die dauerhaft reduzierte Energieaufnahme einerseits und das Essen ohne kalorische Einschränkung andererseits.
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Wie sich z. B. intermittierendes Fasten, das als beliebte Alternative zur durchgängigen Kalorienrestriktion gilt, in dieser Hinsicht eignet, wollte eine Gruppe um Dr. Zhila Semnani-Azad, Department of Nutrition der Harvard TH Chan School of Public Health, Boston, wissen. Beim intermittierenden Fasten darf man in der Regel 8 Stunden wie gewohnt essen und in den folgenden 16 Stunden besteht ein Null-Kalorien-Gebot. Möglich sind Alternativen wie „fünf Tage essen, zwei Tage fasten“ oder das Fasten jeden zweiten Tag. Die Forschenden analysierten einen Datensatz von 6.582 Erwachsenen aus 99 Studien. Nur 720 Personen waren gesund, bei den anderen bestand mindestens eine Erkrankung, meist ein Diabetes, ein metabolisches Syndrom und/oder eine nichtalkoholische Fettlebererkrankung.
Als Vergleich zum intermittierendem Fasten dienten die dauerhaft reduzierte Energieaufnahme einerseits und das Essen ohne kalorische Einschränkung andererseits. Gegenüber der kontinuierlichen Kalorieneinschränkung zeigte sich ein Vorteil, wenn jeden zweiten Tag gefastet wurde (1,29 kg mehr Gewichtsverlust). Allerdings ließ sich dieser Benefit nur in Studien mit einem Follow-up von weniger als 24 Wochen feststellen. Bei längeren Beobachtungszeiträumen führten die intermittierenden Varianten und die Dauerdiät gleichermaßen zu einer Gewichtsreduktion gegenüber der uneingeschränkten Kalorienzufuhr.
Das tagesalternierende Fasten reduzierte im Vergleich zu den 16-h-Intervallen u. a. Cholesterinspiegel (inkl. Non-HDL-C) und Triglyzeride. Verglich man stundenweises (8:16 Stunden) mit tageweisem (5:2 Tage) Fasten, zeigte sich ein geringer Anstieg des Gesamtcholesterins, LDL-C und Non-HDL-C. Keine der Diätformen wirkte sich in den Studien auf HbA1c und HDL-Cholesterin aus. Letztlich scheinen Strategien des intermittierenden Fastens ähnlich vorteilhaft zu sein wie eine dauerhafte Kalorienrestriktion, schlussfolgern die Forschenden.
1. Rodriguez MM et al. BMJ 2025; 389: r1156; doi: 10.1136/bmj.r1156
2. Semnani-Azad Z et al. BMJ 2025; 389: e082007; doi: 10.1136/bmj-2024-082007