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Silberhaltige Wundauflagen wirken schnell bakterizid

Autor: Dr. Anja Braunwarth

Auch Stämme von Staphylococcus aureus, die ein Gen für eine Silberresistenz trugen, konnten durch silberhaltige Wundauflagen abgetötet werden. Auch Stämme von Staphylococcus aureus, die ein Gen für eine Silberresistenz trugen, konnten durch silberhaltige Wundauflagen abgetötet werden. © iStock/iLexx
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Silberhaltige Wundauflagen gehören als fester Bestandteil zur Versorgung infizierter Wunden. Doch es gibt nicht nur Resistenzen gegen Antibiotika, sondern auch gegen Silber.

Silberhaltige Wundauflagen gehören als fester Bestandteil zur Versorgung kritisch kolonisierter bzw. lokal infizierter Wunden. Doch es gibt nicht nur Resistenzen gegen Antibiotika, sondern auch gegen Silber. Wie sich das klinisch auswirkt, wurde jetzt in einem systematischen Review mit 106 Artikeln untersucht.

Wie das Team um Dr. Horst Braunwarth vom Unternehmen Coloplast in Hamburg in einem Poster berichtete, unterteilten sich die 25 untersuchten Mikroorganismen in sieben grampositive (28 %) und 17 gramnegative (68 %) Bakteriengattungen. Dazu kam eine Hefegattung (4 %).

Mehrheitlich handelte es sich um humane Isolate (83,5%), davon 87,9 % klinische und 7,0 % nicht-klinische Stämme. Der Rest ließ sich nicht sicher zuordnen. 88,5 % der humanen Erreger waren Wundpathogene und unabhängig von einer Antibiotikaresistenz sensibel für Silberionen.

Auch Stämme von Pseudomonas aeruginosa und Staphylococcus aureus, die ein Gen für eine Silberresistenz trugen, konnten durch silberhaltige Wundauflagen innerhalb von 48 Stunden abgetötet werden.

Quelle: Wundkongress 2019

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