Hepatitis C

Definition

Das Hepatitis-C-Virus (HCV) ist ein lineares, einsträngiges, aus 9.500 Nukleotiden bestehendes umhülltes RNA-Virus, das eine Plusstrang-Polarität besitzt.  Die Virushepatitis mit HCV verläuft in 80% der Fälle chronisch und kann im Verlauf zu schweren Leberschädigungen wie der Leberzirrhose und dem Leberzellkarzinom führen. Die Übertragung erfolgt parenteral durch Blut und andere Körperflüssigkeiten. Die Prävalenz beträgt weltweit 2,6 %, in Deutschland 0,5 %. Die Inkubationszeit kann 2–26 Wochen betragen, liegt aber in der Regel bei 7–8 Wochen.

Symptomatik

Bei etwa 75% der Betroffenen verläuft die Infektion ohne auffällige klinische Symptomatik oder geht mit nur unspezifischen Symptomen einher. Etwa 25% der Infizierten entwickeln eine akute Hepatitis mit meist nur mäßig erhöhten Transaminasenwerten. Fulminante Verläufe sind sehr selten. Etwa 50 – 85% der Infektionen entwickeln eine chronische Form, die ebenfalls häufig uncharakteristisch und mild verläuft und durch Müdigkeit, unspezifische Oberbauchbeschwerden, Leistungsinsuffizienz, Juckreiz und Gelenkbeschwerden gekennzeichnet ist.

Untersuchung

Die Diagnose erfolgt durch Nachweis virusspezifischer Antikörper.

Über eine Leberbiopsie oder eine Lebersonographie können zuverlässige Aussagen über das Stadium der Krankheit getroffen werden.

Labor
  • Nachweis HCV-RNA
  • Nachweis Anti-HCV (erst nach 3-4 Wochen möglich)
Differenzialdiagnostik

Natürlich war die Einführung der direkt antiviralen Therapie der Hepatitis C ein Segen. Doch sie löst nicht alle Probleme. Auch das Screening auf...

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Pharmakotherapie und nichtinvasive Therapie

Für die Therapie der HCV-Infektion sind Kombinationstherapien aus direkt antiviralen Agentien (DAA), Ribavirin und ggf. PEG-Interferon alfa zugelassen. Die Standardtherapie richtet sich nach dem jeweiligen HCV-Genotyp. Grundsätzlich sind bei der Wahl der Therapieoptionen die Effektivität zum Erreichen eines dauerhaften virologischen Therapieansprechens, mögliche Nebenwirkungen bzw. Kontraindikationen sowie die Therapiedauer zu beachten.

Zugelassene Substanzen:

  • PEG - Interferon alfa
  • Ribavirin
  • Protease - Inhibitoren
  • NS5A - Inhibitoren
  • Nicht - nukleosidische Polymerase (NS5B) - Inhibitoren
  • Nukleos(t)idische Polymerase (NS5B) - Inhibitoren

Kurze Behandlungszeiten, wenig Nebenwirkungen, sehr hohe Heilungsraten – die moderne Therapie der Hepatitis-C-Virusinfektion lässt kaum zu wünschen...

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Inzwischen genügt meist schon eine zwölf­wöchige Behandlung, um bei chronischer Hepatitis C Ausheilungsraten von mehr als 95 % zu erreichen. Grund...

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Leitlinien

Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS):
Therapie der chronischen Hepatitis C

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