Unabhängiger Risikotreiber Adipositas steigert Gefahr renaler, kardialer und metabolischer Komplikationen

Autor: Antje Thiel

Starkes Übergewicht beeinflusst nicht nur Glukosestoffwechsel, sondern verschlechtert auch die Prognose von Nieren- und Herzerkrankungen sowie Diabetes. Starkes Übergewicht beeinflusst nicht nur Glukosestoffwechsel, sondern verschlechtert auch die Prognose von Nieren- und Herzerkrankungen sowie Diabetes. © BillionPhotos.com – stock.adobe.com

Die klinische Bedeutung von starkem Übergewicht reicht weit über die Entstehung von Typ-2-Diabetes hinaus. Daten aus bevölkerungsbasierten und Interventionsstudien zeigen, dass es entscheidend zur Progression chronischer Nierenerkrankungen und Herzinsuffizienz beiträgt und auch die Prognose bei Typ-1-Diabetes negativ beeinflusst. Ein Gewichtsverlust durch Pharmakotherapie, bariatrische Chirurgie oder gesünderen Lebensstil zahlt sich also aus.

Die weltweite Zunahme von Übergewicht und Adipositas beschäftigt Ärzt*innen aller Fachrichtungen. Dabei wird immer stärker deutlich, dass überschüssige Kilos nicht nur über den Glukosestoffwechsel Organfunktionen beeinträchtigen, sondern über direkt wirkende Fettgewebsprozesse wirken – lokal wie systemisch.

Übergewicht wirkt nicht nur mittelbar auf die Niere

Professor Dr. Peter Rossing von der Universität Kopenhagen erläuterte dies am Beispiel der chronischen Nierenerkrankung (CKD): „Mittlerweile ist weltweit etwa einer von zehn Menschen betroffen, wobei die meisten von ihnen gar nichts von ihrer Erkrankung wissen, weil sie keine Symptome haben und nicht getestet werden.“ Niereninsuffizien…

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