Haferflocken erhöhen Risiko für Typ-1-Diabetes

Autor: Elisa Sophia Breuer

Getreide, Gluten und Ballaststoffe gelten als zusätzliche Trigger bei für Diabetes prädisponierten Kinder. © motortion – stock.adobe.com

Kinder mit genetischer Prädisposition entwickeln öfter eine Insel-Autoimmunität, wenn sie Getreide, Gluten oder Ballaststoffe zu sich nehmen.

Wer ein bestimmtes HLA trägt, besitzt u.a. ein höheres Risiko für Typ-1-Diabetes. In einer finnischen Studie wurden die Essgewohnheiten von prädisponierten Kindern ab Geburt sechs Jahre lang von Dr. Leena­ Hakola­, Tampere University, und Kollegen untersucht.

Von 5545 bzw. 5714 Kindern entwickelten 246 eine Insel-Autoimmunität und 90 einen Typ-1-Diabetes. Die Erkrankungen traten durchschnittlich im Alter von 2,5 bzw. 3,8 Jahren zutage. Wer viel Haferflocken, glutenhaltiges Getreide, Weizen, Roggen oder Ballaststoffe aß, hatte ein erhöhtes Risiko für eine Insel-Autoimmunität. Gerste, Reis sowie die Energiemenge beeinflussten die Entwicklung nicht. Für Diabetes ergab sich keine Korrelation.

Quelle: Hakola L et al. JAMA Pediatr 2019; DOI: jamapediatrics.2019.2564