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Mentales Training verändert die Hirnstruktur

Autor: Elisa Sophia Breuer

Mittels EEG zeigt sich, welche Effekte bereits die Vorstellung von Bewegung auf das Gehirn hat. Mittels EEG zeigt sich, welche Effekte bereits die Vorstellung von Bewegung auf das Gehirn hat. © iStock/fotografixx
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Gehirnjogging verbessert nicht nur Denkleistung, sondern hat auf das Gehirn ähnliche Effekte wie körperliches Training. Die Veränderungen treten bereits innerhalb kürzester Zeit auf.

Gedanken sind mächtig. So mächtig, dass sie unser Gehirn strukturell und funktionell verändern können. Forscher des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig hatten sich folgende Frage gestellt: Kann mentales Üben von visuellen oder motorischen Aufgaben die Plastizität des Gehirn genauso beeinflussen, wie es für körperliches Training bereits nachgewiesen wurde? Antworten suchten sie mit ihrer Studie, in der sie Probanden an ein sog. Brain-Computer-Interface anschlossen.

Eine Gruppe sollte Buchstaben auf einem Bildschirm erkennen und zählen, womit sie ihr visuelles Zentrum beanspruchten. Eine zweite Gruppe sollte sich vorstellen, Arm oder Füße zu bewegen, um so das motorische System zu aktivieren. Während der Übungen wurde ein EEG abgeleitet und die Daten an einen Computer gesendet. Vorher und danach untersuchten die Forscher per MRT die Gehirne, um potenzielle strukturelle und funktionelle Veränderungen zu detektieren. Tatsächlich ließen sich bereits nach einer Stunde „Denktraining“ messbare Veränderungen in den angesprochenen Hirnregionen feststellen. Zukünftig könnte die Methode z.B. die Reha von Apoplex-Pa­tienten unterstützen.

Quelle: Pressemitteilung Max-Planck-Gesellschaft

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