Hepatitis B

Definition

Die Hepatitis B ist eine Infektionskrankheit der Leber, die durch den Hepatitis-B-Virus (HBV)ausgelöst wird. Die weltweit häufigste Virsuinfektion verläuft in der Regel akut, nur in ca. 10 % der Fälle wird sie chronisch. Dann könnten allerding eine Leberzirrhose sowie ein Leberzellkarzinom die Folge sein.

Das HBV ist ein kleines, umhülltes DNA-Virus, das zur Familie der Hepadnaviridae gehört. Im Serum von Betroffenen findet kann meistens eine lösliche Form des HBc-Antigens nachgewiesen werden, das von infizierten Leberzellen sezerniert wird. In der Frühphase der Erkrankung können bereits kleinste Mengen Blut das Virus übertragen. Es gelangt bereits über geringfügige Verletzungen der Haut oder Schleimhaut in den Körper. Zudem ist es - wenn auch in wesentlich geringeren Konzentrationen - in Speichel, Tränenflüssigkeit, Sperma, Vaginalsekret, Menstrualblut und Kolostrum enthalten.

Symptomatik

Da es sich um eine systemische Infektion handelt, hängt der Krankheitsverlauf von der Immunantwort des Infizierten ab.

Nach einer eher unspezifischen Prodromalphase folgt 

  • in über 90 % der Fälle eine spontane Ausheilung. 
  • bei etwa 10 % der Infektionen eine Persistenz des Hbs-Ag.
  • eine fulminante Hepatitis (bei unter 1 % der Infizierten).

Nur bei etwa einem Drittel der Infizierten zeigen sich nach einer Inkubationszeit (im Durchschnitt etwa 60 bis 120 Tage) die klassischen Hepatitiszeichen wie

  • Gelbfärbung der Haut und der Skleren (Ikterus)
  • dunkler Urin
  • Gliederschmerzen
  • Schmerzen im Oberbauch
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
Untersuchung

Die Diagnostik der HBV-Infektionen basiert auf dem Vorliegen von klinischen Symptomen sowie einer Laboruntersuchung. 

Labor
  • erhöhte Serumwerte der Transaminasen GPT und GOT
  • HBsAg
  • Anti-HBc
  • HBeAg und Anti-HBe (bei Bedarf)
  • Anti-HBc-IgM
  • HBV-DNA
Differenzialdiagnostik
  • Hepatitis A
  • Hepatitis C
  • Hepatitis E
  • Infektionen mit dem Epstein-Barr-Virus
  • Infektionen mit dem humanen Zytomegalievirus
  • Infektionen mit Herpes-simplex-Viren
  • Infektionen mit Varizella-Zoster-Virus
  • Brucellose
  • Q-Fieber
  • Leptospirose
  • Echinokokkose
  • Viral-Hämorrhagisches-Fieber
  • Malaria
  • Amöben-Infektion
  • toxische Hepatitis
  • Autoimmun-Hepatitis
Pharmakotherapie und nichtinvasive Therapie

Da die Erkrankung in 90–95 % der Fälle von selbst ausheilt wird in der Regel nur symptomatisch therapiert.

Bei einer chronischen Hepatitis B können pegylierte Interferone (Peginterferon α) oder Nukleosid- bzw. Nukleotidanaloga gegeben werden. 

Leitlinien

Leitlinie wird zur Zeit überarbeitet. Letzter Stand 07/2011:

Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS):
Hepatitis-B-Virusinfektion - Prophylaxe, Diagnostik und Therapie

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