20 Euro Honorar für jede Umstellung auf ein AOK-Rabattmedikament

Autor: Michael Reischmann

Trotz „mächtiger Gegner“ – Pharmaindustrie, Landesgesundheitsministerin und Ärztekammer – trauen sich KV und AOK in Hessen, in den nächsten acht Jahren ein bundesweit „einmaliges“ Projekt zu stemmen: Gemeinsam wollen sie Ärzte und Patienten durch eine „industrieunabhängige Beratung“ dazu bringen, preiswertere Arzneimittel als bisher zu nutzen und die Therapie<discretionary-hyphen>treue zu verbessern. „Wir haben keine Chance, aber wir nutzen sie“, stapelt KV-Vize Dr. Gerd W. Zimmermann tief.

Der Ausgangspunkt ist bekannt: Der GKV-Ausgabenanteil für die ärztlichen Honorare (rd. 15<nonbreaking-space />%) ist in den letzten Jahren vom Arzneimittelanteil (ca. 17<nonbreaking-space />%) überholt worden. Da es aber nur mehr Honorar von den Kassen gibt, wenn die Ärzte dies an anderer Stelle im solidarisch finanzierten System einsparen – und die Klinikausgaben (35<nonbreaking-space />%) nun mal schwerer zu beeinflussen sind als Arzneiverordnungen –, hat sich die KV mit der AOK zusammengetan, um „diese unselige Entwicklung“ zu ändern, so Dr. Zimmermann auf einer Pressekonferenz vergangene Woche in Frankfurt. „Wir wollen die Kollegen nicht unter extremen Regressdruck setzen, wie andere...

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