Additiver AT-II-Blocker lohnt sich doch

Autor: Sonja Böhm

Die Rolle der AT-II-Blocker in der Herzinsuffizienztherapie ist jetzt klarer geworden. Nach den Ergebnissen der beim europäischen Kardiologenkongress in Wien erstmals präsentierten CHARM-Studien lohnt es sich nämlich doch, bei Herzinsuffizienz additiv zum ACE-Hemmer und zum Betablocker noch einen AT-II-Blocker zu geben. Dadurch sinkt sowohl das Risiko, wegen der Herzinsuffizienz ins Krankenhaus zu müssen, als auch die Gefahr, an einer kardiovaskulären Ursache zu sterben.

Die derzeitigen Guidelines für die medikamentöse Behandlung der Herzinsuffizienz müssen nach CHARM wohl überdacht werden, meint Professor Dr. John McMurray, einer der Hauptuntersucher der Studie. Denn nach der ValHeFT*-Studie mit Valsartan hatten die AT-II-Blocker zwar Aufnahme in die Herzinsuffizienz-Guidelines gefunden, doch nur als Ersatz für die ACE-Hemmer, falls diese nicht vertragen werden. Die Kombination mit dem ACE-Hemmer wurde eher zurückhaltend beurteilt und die Tripel-Kombination mit ACE-Hemmer und Betablocker galt sogar als nicht ratsam, denn in der Subgruppe von ValHeFT, die alle drei Substanzen bekam, waren die Ergebnisse deutlich schlechter als in den anderen Therapiegruppen...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.