Ältere Patienten erhöhen Arzneiausgaben

Autor: khb

Die ostdeutschen KVen liegen bei den Arzneiverordnungen meist deutlich über dem Bundesdurchschnitt (Ausnahme Brandenburg). Plausible Erklärung dafür: Die Patienten weisen dort eine höhere Morbidität auf. Auch die KBV hat erkannt, dass mit Zielgrößenvereinbarungen, Richtgrößenprüfungen und Regressen nicht mehr viel zu erreichen ist. Sie postuliert jetzt einen jährlichen Arzneimehrbedarf von 6,3 Mrd. €.

In einem knapp 60-seitigen Positionspapier (das allerdings nicht zwischen der ambulanten Arzneimittelversorgung in Ost und West unterscheidet) hat das Arzneimittelreferat der KBV vorgerechnet: Allein die leitliniengerechte Therapie in 14 Indikationen erzeugt Mehrkosten in Höhe von 5,5 Mrd. Euro. Dazu kommen weitere 800 Mio. Euro für Effekte wie die sich ändernde Altersstruktur der Patienten, weniger Zuzahlungen und zudem noch Verlagerungen von stationär zu ambulant.

Immer mehr Risikopatienten

Bei dem 800-Mio.-€-Mehrbedarf spielt die demographische Alterung die gewichtigste Rolle. Die KBV argumentiert: Jährlich steigt der Altersdurchschnitt um 0,2 Jahre an. Während die Durchschnittskosten 2001...

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