Aktuelle Therapie der Hyperprolaktinämie

Per definitionem besteht eine Hyperprolaktinämie (HPL), wenn Serumgrenzwerte (je nach Untersuchungsmethode) von 500 bis 650 µU/ml (entsprechend 22 bis 28 ng/ml; Umrechnungsfaktor 23,08) überschritten werden. Bei der manifesten HPL ist ab Prolaktinspitzenwerten von 2000 xb5U/ml mit Prolaktin produzierenden Hypophysenadenomen (Prolaktinom) zu rechnen.

 

Häufigster Hypophysentumor der geschlechtsreifen Frau ist das Prolaktinom. Die typische HPL-Symptomatik schließt primäre und sekundäre Amenorrhoen sowie Galaktorrhoen ein. Bei geringgradiger Erhöhung der Prolaktinspiegel treten leichte Zyklusstörungen wie Corpus-luteum-Insuffizienz, Anovulation und Oligomenorrhoe auf. Bei stark erhöhtem Prolaktinspiegel ist das Galaktorrhoe-Sekret meist milchig, bei einer leichten HPL grünlich-wässrig.

Drei von vier Frauen mit einer Amenorrhoe und Galaktorrhoe haben eine HPL; bei stark erhöhten Prolaktinwerten gesellen sich häufig Libidostörungen hinzu. Bei 3 bis 15 % der HPL-Patientinnen findet man in Abhängigkeit von begleitenden Zyklusstörungen auch eine Hypothyreose: Dabei verursacht der T3-Mangel eine TRH-induzierte HPL. So ist bei einer schweren primären Hypothyreose neben einer Erhöhung der TSH-Spiegel häufig auch ein Anstieg der Prolaktinwerte zu verzeichnen.

Im Übrigen lassen auch ein prämenstruelles Syndrom, eine Mastodynie sowie eine in der Basaltemperaturkurve erkennbar verlängerte Follikelphase (> 16 Tage) an eine latente HPL denken. Da Prolaktin ein Stresshormon ist und...

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