Alkoholschäden: Fünf neurologische Erkrankungen verdeutlichen, wie Trinker die Nerven verlieren

Autor: Dr. Anne Benckendorff

Neben den direkten Schäden durch Toxine sorgt die weit verbreitete Mangelernährung bei Alkoholikern für Defizite. © fotolia/Hocus Pocus LTD

Ein riskanter Alkoholkonsum beginnt bei Frauen bereits ab einer kleinen Flasche Bier pro Tag, bei Männern sind es zwei. Im Gegensatz zur erhofften Entspannung und guter Laune drohen damit Schädigungen des zentralen und peripheren Nervensystems.

Jeder siebte Deutsche betreibt einen riskanten Alkoholkonsum, rund 3 % der Bevölkerung erfüllen die DSM-IV-Kriterien für Alkoholmissbrauch und 3,4 % sind suchtkrank. Entsprechend haben viele mit den gesundheitlichen Konsequenzen zu kämpfen. Die alkoholbedingten Erkrankungen des Nervensystems hat der Neurologe Professor Dr. Klaus Jahn von der Schön Klinik Bad Aibling zusammengefasst.

Glutamat und Acetaldehyd lassen Neuronen untergehen

Im zentralen Nervensystem verstärkt Ethanol die inhibitorischen GABAA-Rezeptoren. Bei langfris­tigem Konsum resultiert das in einer kompensatorischen Hochregulation des exzitatorischen Glutamats. Die Folgen sind eine Atrophie und das Absterben von Zellen,...

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