Allergiker häufiger nasal provozieren

Autor: Manuela Arand

Die Nase juckt und läuft? Dahinter kann auch eine lokale al­lergische Rhinitis stecken. Die Nase juckt und läuft? Dahinter kann auch eine lokale al­lergische Rhinitis stecken. © metamorworks – stock.adobe.com

Zu wenige Ärzte haben die lokale allergische Rhinitis auf dem Schirm. Vielleicht auch, weil die Routinediagnostik dabei versagt. Mit nasalen Provokationstest kommt man dem Phänomen auf die Spur.

Ein Patient niest nach Kontakt mit Nachbars Katze, Pricktest und spezifisches IgE bleiben jedoch negativ. „Viele Kollegen tippen in solchen Fällen eher auf etwas Hyperreflektorisches“, vermutete Professor Dr. Dennis Nowak, Arbeitsmediziner an der Universität München. „Ich glaube, dass wir die lokale al­lergische Rhinitis viel zu selten diagnostizieren.“

Bei dieser Form entsteht nur örtlich begrenzt in der Nasenschleimhaut spezifisches IgE. Eosinophile, Mastzellen und CD3+/CD4+-T-Zellen akkumulieren in der Mukosa. Die Routinediagnostik wird das nicht entlarven, dafür braucht es nasale Provokationstests. Dabei zeigen sich dann lokale Anstiege von Tryptase, ECP und spezifisches IgE, die Nase juckt und läuft.

In Studien fand sich tatsächlich nur bei jedem Zweiten, dem zuvor eine nicht-allergische Rhinitis bescheinigt worden war, die korrekte lokale Form. Für Prof. Nowak heißt das: häufiger nasal provozieren!

Quelle: 9. Kongress der WdGP*

*Westdeutsche Gesellschaft für Pneumologie