Auch die Muskeln machen frühzeitig schlapp

Autor: MW

Bei Patienten mit chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen ist nicht nur die Lungenfunktion zu beachten. Vielmehr sollte man auch den Ernährungszustand des Patienten im Auge behalten. Denn negative Energiebilanz und schwindende Muskelkraft verschlechtern die Belastbarkeit und Prognose des Patienten.

Unter- und Mangelernährung sind mit einer Inzidenz von 20 % bis 60 % bei Patienten mit COPD weit verbreitet, schreiben Privatdozent Dr. JOACHIM BARGON und ULRIKE MÜLLER vom St. Elisabethen Krankenhaus aus Frankfurt/Main in der Zeitschrift "Pneumologie". Entscheidend ist nicht das Körpergewicht, sondern der Anteil der fettfreien Muskelmasse. Bei kachektischen Patienten im Endstadium der Lungenerkrankung ist dieser Parameter eindeutig reduziert. Aber sogar bei Übergewicht und bereits bei Kranken mit nur leichten und mittelgradigen Ventilationsstörungen findet man häufig eine zu geringe Muskelmasse. Dabei scheinen die Atemmuskeln noch stärker betroffen zu sein als die periphere Muskulatur.

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