Auf Dauer schädlich?

Frage von Dr. G. Opel,
Internist,
Weiden:

Eine 30-jährige Patientin nimmt seit etwa acht Jahren aus dermatologischer Indikation (Alopezie, Acne conglobata) zunächst Dianexae-35, später zusätzlich Androcurxae. Der Gynäkologe diagnostizierte ein PCO-Syndrom mit erhöhtem Testosteronspiegel. Beim Versuch, die Medikation abzusetzen, treten regelmäßig wieder Alopezie sowie Akne auf, was die Patientin psychisch stark belastet. Für mich stellen sich folgende Fragen:
1. Wie lange kann die Medikation in der derzeitigen Form fortgesetzt werden und welche Kontrollen sind notwendig? Derzeit erfolgt vierteljährlich eine Sonographie der Leber sowie die Bestimmung der Leberenzyme.
2. Welche Chancen bestehen nach Absetzen der Behandlung für eine Gravidität und welche Auswirkungen sind auf das Endokrinium zu erwarten?

Antwort von Prof. Dr. Thomas Rabe,
Universitätsfrauenklinik,
Heidelberg:

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann aus dermatologischer Indikation das cyproteronhaltige Präparat Dianexae, eventuell auch in Kombination mit dem höherdosierten Androcurxae-10 (10 mg), kontinuierlich über 21 Tage bzw. 50 bis 100 mg vom 1. bis 10. Zyklustag (nach dem umgekehrten Hammerstein-Schema) über einen längeren Zeitraum eingesetzt werden. Bei der Patientin dürfen jedoch keine Hinweise auf ein Leberadenom sowie auf eine durch akute Hepatitis vorgeschädigte Leber bestehen.
Zur Zeit existieren Langzeiterfahrungen mit Cyproteronacetat-Dosen von 50 bis 100 mg pro Tag, verabreicht nach dem umgekehrten Hammerstein-Schema,...

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