Bakterien im Ohr – nicht immer sind Antibiotika erforderlich

Autor: Dr. Dorothea Ranft

Bei einer Mastoiditis (links im Bild, Doppelpfeil) kann es zu lebensbedrohlichen intrakraniellen Komplikationen kommen. Bei einer Mastoiditis (links im Bild, Doppelpfeil) kann es zu lebensbedrohlichen intrakraniellen Komplikationen kommen. © wikimedia/Jmarchn (CC BY-SA 3.0)

Bakterien im Ohr können das Gehör, ja sogar das Leben kosten. Dennoch wäre es grundverkehrt, alle Infektionen von der Otitis media bis zum Furunkel im Gehörgang mit einem Antibiotikum zu behandeln.

Zu den häufigsten otogenen Infektionen zählt die akute Mittelohrentzündung. Sie wird meist durch S. pneumoniae und H. influenzae ausgelöst. Aber auch andere Erreger (S. pyogenes, M. catarrhalis und Staph. aureus) kommen in Betracht, heißt es in einer kürzlich überarbeiteten Leitlinie. Eine mikrobiologische Abklärung empfiehlt das Team um Professor Dr. Pierre Federspil, Homburg/Saar, nur bei Grunderkrankungen, Komplikationen und Neugeborenen. Die Therapie erfolgt primär mit Antiphlogistika oder Analgetika. Bei immunkompetenten Patienten heilt die Entzündung darunter meist von selbst ab, sie benötigen keine Antibiotika.

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