Bei schwerem Trauma früh Morphin geben

Autor: abr

Viele Traumatisierte, vor allem Kriegsverletzte, leiden später an einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Der Einsatz von Morphin bei der primären Traumaversorgung scheint das Risiko dafür zu senken.

In einer Studie hat man die Daten von 696 amerikanischen Soldaten, die im Irak verwundet wurden, retrospektiv analysiert. Schwere Hirnverletzungen wurden ausgeschlossen. 243 der Untersuchten litten an einer PTBS und von diesen hatten 61 % Morphin bei der Versorgung ihres Traumas erhalten. Unter den 453 psychisch Unauffälligen lag diese Rate bei 76 %. Die Ergebnisse blieben auch nach Adjustierung auf Verletzungsmuster und -schwere, Alter sowie Amputationsstatus stabil.

Die Autoren schließen daraus, dass der Einsatz von Morphin direkt nach dem Unfall das Risiko einer posttraumatischen Belastungsstörung senken kann.

Troy Lisa Holbrook et al., N Engl J Med 2010; 362: 110–117

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