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Bypass zur Arteria axillaris leitet Blut am Carotis-Verschluss vorbei

Autor: Dr. Dorothea Ranft

Bei einem Verschluss der Halsschlagader kann auch ein Bypass zur Achselarterie als Alternative gewählt werden. Bei einem Verschluss der Halsschlagader kann auch ein Bypass zur Achselarterie als Alternative gewählt werden. © iStock/Christoph Burgstedt
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Statt der Subclavia mal die Axillaris nehmen: Diese Wahl haben Gefäßchirurgen offenbar, wenn sie einen Bypass zur chronisch dichten A. carotis communis legen wollen. Darauf deutet zumindest eine Single-Center-Studie hin.

Bei einem chronischen Verschluss der A. carotis communis kann ein Bypass zur Achselarterie die Blutversorgung dauerhaft wiederherstellen. Zeigen ließ sich das am Beispiel von 58 Patienten, die wegen der Okklusion eine transitorische isch­ämische Attacke oder einen leichten Schlaganfall erlitten hatten. Das Kunststoffimplantat wurde proximal an die A. axillaris anastomosiert und distal mit der ipsilateralen A. carotis communis bzw. interna verbunden.

Zu relevanten Komplikationen in den ersten 30 Tagen kam es in zwei Fällen, ein Patient erlitt einen Myokardinfarkt und der zweite eine leichte Schädigung des Plexus brachialis. Zwölf Monate nach dem Eingriff waren noch sämtliche Implantate durchlässig. Nach zehn Jahren lag die kumulative Offenheitsrate bei 83 % und drei Viertel der Patienten hatten keinerlei Symptome.

Die Resultate dieser retrospektiven Auswertung sprechen für die Wirksamkeit und Sicherheit des axillo-carotidealen Bypasses, erklärte der Gefäßchirurg Professor Dr. Martin Storck vom Städtischen Klinikum Karlsruhe. Allerdings fehlen derzeit noch Daten zu den Vor- und Nachteilen dieser Operation im Vergleich zum herkömmlichen Subclavia-Carotis-Bypass. Beide Formen der Gefäßbrücke kommen als Alternative in Betracht, wenn man bei einem Risikopatienten eine Sternotomie vermeiden möchte.

Quelle: 12. Interdisziplinäres Update Gefäßmedizin*

*Online-Veranstaltung

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