CED-Patienten vor Darmkrebs schützen

Autor: Von Privatdozent Dr. Martin Raithel, Medizinische Klinik I mit Poliklinik, Universitätsklinikum Erlangen

Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) tragen im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ein deutlich erhöhtes Risiko für das kolorektale Karzinom. Durch entsprechende Vorsorgestrategien versucht man daher die drohende Gefahr frühestmöglich zu erkennen, um den Patienten rechtzeitig einer operativen Therapie zuzuführen. Das Entartungsrisiko hängt ab von Ausdehnung, Schwere, Dauer und Therapierbarkeit der Grunderkrankung.

Die Dysplasie-Überwachung sollte bei Pankolitis nach einer Erkrankungsdauer von acht Jahren, bei Linksseitenkolitis nach zehn bis zwölf Jahren und bei Kolonbefall im Rahmen eines M. Crohn nach ca. zwölf Jahren beginnen und dann in ein- bis zweijährigen Abständen erfolgen. Beschränkt sich eine Colitis ulcerosa beständig auf die linke Seite, sind auch größere Kontrollabstände von drei bis vier Jahren möglich.

Zudem bestimmt die Therapie der Grunderkrankung - bzw. deren Erfolg - das individuelle Risiko: Lässt sich eine unkomplizierte Colitis ulcerosa über Jahre hinweg gut mit 5-Aminosalicylsäure behandeln, darf man nach zehn Jahren Krankheitsverlauf die nächste Kontrolle ruhig erst in zwei...

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