Darf ich im Nachbarort privat liquidieren?

Frage von Dr. D. aus H.:
Ich plane eine zusätzliche Einnahmequelle durch reine Privatliquidation in einem Rehazentrum in einer benachbarten Stadt an einem Tag der Woche. Ist dieses Vorhaben - Kassensitz in einer Stadt und Privatliquidation in einer anderen Stadt - aus arztrechtlicher Sicht möglich? Muss diese privatärztliche Tätigkeit angezeigt werden? Kann ein Praxisschild öffentlich angebracht werden?

Antwort von Udo H. Cramer,
Rechtsanwalt,
München:

Die ambulante - auch privatärztliche - Tätigkeit des Arztes ist an die Niederlassung in eigener Praxis gebunden (§ 17 BO), die Ausübung der Sprechstunde an mehreren Stellen ist grundsätzlich nicht gestattet (§ 18 Abs. 1 S. 1 BO). § 18 Abs. 2 erlaubt allerdings die genehmigungspflichtige Errichtung von Zweigstellen zum Zwecke der Sicherstellung sowie den Betrieb ausgelagerter Praxisräume (genehmigungsfrei).

Falls es sich um ein stationäres Reha-Zentrum handelt, kann der Arzt dort tätig werden, ohne eine Zweigpraxis beantragen zu müssen. Auch Belegärzte nehmen so an Krankenhäusern stationäre Versorgungsaufgaben wahr. Die öffentliche Anbringung...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.