Der Hörsturz ist ein Eilfall, aber kein Notfall.

Autor: Dr. Alexandra Juchems

Patient innerhalb von 72 Stunden zum HNO-Arzt schicken und die Therapie beginnen. © fotolia/Alexander Raths

„Ich höre plötzlich auf einem Ohr schlechter“, berichtet Ihr Patient. Jetzt heißt es, eine gezielte Anamnese und einige Basisuntersuchungen durchzuführen. Innerhalb von zwei bis drei Tagen ist zudem beim HNO-Arzt ein Reintonaudiogramm fällig. Erscheint dann ein Hörsturz wahrscheinlich, wird mit Steroiden behandelt.

Bei einem Hörsturz kommt es innerhalb von Sekunden oder wenigen Minuten zu einem in der Regel einseitigen Hörverlust. Ist er gering ausgeprägt, kann der Patient eventuell noch Telefonieren, in schweren Fällen liegt eine völlige Gehörlosigkeit vor. Bei ca. 80 % der Betroffenen bestehen ipsilateral ein Tinnitus und ein Druckgefühl im Ohr, 30 % leiden zugleich unter Schwindel. Außerdem kann es zu gesteigerter Geräuschempfindlichkeit, Doppelthören, verzerrtem Hören und einem pelzigen Gefühl um die Ohrmuschel kommen.

Der Hörsturz entspricht einer sensorineuralen Schwerhörigkeit, bei der Luft- und Knochenleitung gleichermaßen betroffen sind. Je nachdem, welcher Frequenzbereich gestört ist,...

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