Medizin und Markt Kongress 2019 Autor: Mit freundlicher Unterstützung von Novartis Pharma GmbH

Die Highlights vom DGHO 2019 © Novartis/me2/DGHO/FSEID – stock.adobe.com/MT

Vom 11. bis zum 14. Oktober 2019 fand in Berlin die DGHO-Jahrestagung statt. Erfahren Sie die Neuigkeiten unmittelbar nach dem DGHO: Führende Experten fassen in kurzen Videos die News für Sie zusammen.

Im deutschen Sprachraum zählt die Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie zu den wichtigsten Veranstaltungen für das Fachgebiet. Über 5500 Expertinnen und Experten kamen in diesem Jahr in Berlin zusammen, um sich über die Fortschritte des letzten Jahres auszutauschen.

Im Videoformat informieren wir Sie, welche Studienergebnisse und sonstige Neuerungen auf der Tagung präsentiert wurden und wie ausgewählte Experten diese einordnen.

Unsere Themen:

  • Leitlinie zur ITP aktualisiert – was steckt dahinter?
    Prof. Dr. Axel Matzdorff, Asklepios Klinikum Uckermark, Klinik für Innere Medizin II, Schwedt/Oder, und PD Dr. Oliver Meyer, Charité – Universitätsmedizin Berlin
  • Eisenüberladung bei MDS – die Studienlage zur Eisenchelation
    Prof. Dr. Wolf-K. Hofmann, III. Medizinische Klinik – Hämatologie und Onkologie, Universitätsklinikum Mannheim
  • Midostaurin bei neu diagnostizierter FLT3-mutierter AML
    PD Dr. Thomas Schroeder, Universitätsklinikum Düsseldorf
  • Fortgeschrittene systemische Mastozytose schneller diagnostizieren
    Dr. Juliana Schwaab, Universitätsmedizin Mannheim
  • Aktuelle Real-World-Daten bei Myelofibrose und Polycythaemia vera
    Prof. Dr. Martin Griesshammer, Universitätsklinik für Hämatologie, Onkologie, Hämostaseologie und Palliativmedizin, Johannes Wesling Klinikum Minden

Leitlinie zur ITP aktualisiert – was steckt dahinter?

Bei der Leitlinie zur Therapie der Immunthrombozytopenie (ITP) gab es vor Kurzem wesentliche Neuerungen, berichtet Professor Dr. Axel Matzdorff, Asklepios Klinikum Uckermark. Aufgenommen wurde etwa die Label-Erweiterung von Eltrombopag, das nun bereits sechs Monate nach Diagnosestellung in der Zweitlinie eingesetzt werden kann. Wie sich das Präparat im klinischen Alltag bewährt, schildert Privatdozent Dr. Oliver Meyer, Charité – Universitätsmedizin Berlin, anhand neuer beim DGHO vorgestellter Daten.

Eisenüberladung bei MDS – die Studienlage zur Eisenchelation

Mit einer leitlinienkonformen Eisen-Chelation bei Patienten mit Myelodysplastischen Syndromen (MDS) und transfusionsbedingter Eisenüberladung lässt sich das ereignisfreie Überleben verlängern. Dies belegen die Ergebnisse der randomisierten und kontrollierten TELESTO-Studie mit Deferasirox versus Placebo. Hintergründe zur TELESTO und wie die Einnahme und damit die längerfristige Therapie im klinischen Alltag durch die Entwicklung der Filmtablette erleichtert wurden, erläutert Professor Dr. Wolf-K. Hofmann, Universitätsklinikum Mannheim. Im Video erklärt er außerdem, was dies für die Leitlinien bedeutet und welche anderen Studienergebnisse zurzeit diskutiert werden.

Midostaurin bei neu diagnostizierter FLT3-mutierter AML

Bei jedem dritten AML-Patienten ist das Gen FLT3 mutiert. In dieser prognostisch ungünstigen Situation ist Midostaurin zugelassen. Für Patienten, die chemotherapiert werden, ist die Erhaltung mit Midostaurin klar etabliert, so Privatdozent Dr. Thomas Schroeder.

Fortgeschrittene systemische Mastozytose schneller diagnostizieren

Die seltene Mastozytose wird oft übersehen: Bis zum Erkennen der richtigen Diagnose vergehen median zwei Jahre, sagt Dr. Juliana Schwaab. Im DGHO-Videospecial erklärt sie, bei welchen Patienten eine systemische Mastozytose abgeklärt werden sollte.

Aktuelle Real-World-Daten bei Myelofibrose und Polycythaemia vera

Dass die Lebensqualität von symptomatischen Myelofibrose-Patienten bei adäquater Ruxolitinib-Therapie annähernd den Standard der Normalbevölkerung erreichen kann, zeigt nun eine spezifische Auswertung von Real-World-Daten aus Deutschland. Darüber hinaus berichtet Prof. Dr. Martin Griesshammer über neue Daten bei Polycythaemia vera.