Digitales Diabetescoaching – Experten diskutieren Chancen, Risiken und Regeln

diatec journal Autor: Jochen Schlabing / Dr. Kerstin Tillmann

Beim Roundtable des diatec journals diskutierten Experten über digitales Diabetescoaching. Beim Roundtable des diatec journals diskutierten Experten über digitales Diabetescoaching. © diatec journal/Mike Fuchs

Drängt sich die Technik zwischen Arzt, Diabetesberaterin und Patient? Greifen die Krankenkassen nach den Daten? Werden gewachsene Qualitätskriterien durch digitale Angebote aufgeweicht? Diabetescoaching in der digitalen Welt wird zum Teil heftig und emotional diskutiert. So auch auf dem Roundtable des dtj. Doch nicht ohne konstruktive Lösungen zu besprechen. Ein Protokoll.

Neue, digitale Angebote für ein Diabetescoaching gewinnen immer mehr an Bedeutung – und durch neue gesundheitspolitische Weichenstellungen, z.B. durch das Digitale-Versorgungs-Gesetz, wird eine weitere Zunahme erwartet. Die Herausforderung: Der Begriff Diabetescoaching ist kein geschützter Begriff und die Definition, was ein Coaching ausmacht, liegt quasi beim Anbieter. Diabetologen und Diabetesberater befürchten, dass Firmen und Krankenkassen an ihnen vorbei agieren – und dabei selbst Daten sammeln oder mit ausgesprochenen Empfehlungen die Grenze zur Therapieempfehlung überschreiten.

Anlass für einen Roundtable mit neun Experten aus der Diabetologie, über Diabetescoaching in der digitalen Welt und mögliche Qualitätskriterien zu diskutieren. Kernthema des Roundtables war, wie sich gute von weniger seriösen Angeboten unterscheiden lassen. Mit dabei auch drei Vertreter für prominente digitale Anwendungen zum Coaching bzw. zur Wissensvermittlung – TheraKey, mySugr und TeLiPro. Neben der Begriffsklärung und der Diskussion derzeitiger Angebote stand dabei auch die Rolle der Krankenkassen im Fokus.

Wie sich moderne Schulung und Coaching unterscheiden

Während die Schulung in der Diabetologie klar definiert ist, bedarf der Begriff Coaching einer genaueren Erläuterung, berichtete Professor Dr. Bernhard Kulzer, Diabetes Zentrum Mergentheim. Das liege auch daran, dass Coaching außerhalb des Diabetes weit bekannt ist. „Immer im Spannungsfeld zwischen Beratung und der Grenze zur Psychotherapie“, so Prof. Kulzer. Unterschieden werde darüber hinaus zwischen Einzel-, Team- und Organisationscoaching. Dabei gehe es bei einem Coaching um die Klärung eines anlassbezogenen Problems. Und ein professioneller Coach kläre zunächst die Rollen, den genauen Auftrag bzw. das Ziel des Coachings und wann der Prozess endet.

Ein sehr großes Problem des Coachings aus seiner Sicht ist der Datenschutz: „Letztendlich unterliegen Ärzte und Psychologen der Schweigepflicht – und beim Coaching ist das eine Grauzone.“ Denn zum Coach könne sich eigentlich jeder berufen fühlen. Auf der anderen Seite verändere sich die Schulung weg von einer Blockveranstaltung hin zu einer kontinuierlichen Hilfe für den Patienten. Eine moderne Schulung zeichne sich dadurch aus, dass es nicht mehr die klare Trennung wie früher zwischen einer Vermittlung von Wissensinhalten und der medizinischen Betreuung durch den Arzt gebe, so Prof. Kulzer. Sondern auch in der Schulung redeten die Diabetesberater mit dem Patienten genau über die Werte und über Problemlösungen wie die Anpassung einer Basalrate. „Das heißt, eine richtige Schulung ist eine medizinische Leistung – die vom Arzt verantwortet wird.“ Dieser delegiere die Leistungen an sein Team und gebe den Rahmen, in dem eine Diabetesberaterin oder -assistentin bestimmte Dinge vermitteln darf und kläre über die Schweigepflicht auf.

Eine Telefonhotline macht noch kein Coaching

Viele Diabetesberater würden sich mittlerweile als Coach sehen, berichtete Kathrin Boehm, Diabetesberaterin am Diabetes Zentrum Mergentheim und Vorstand im VDBD (Berufsverband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland). „Denn die Begleitung des Patienten findet nicht mehr nur im Rahmen der Schulungen für einen begrenzten Zeitraum statt, sondern die Patienten werden langfristig in der Praxis weiterbetreut“, so Boehm. Man habe keine Blockschulung mehr, sondern man baue ein Miteinander, ein Arzt-Berater-Patientenverhältnis auf, berichtete Birgit Olesen, Diätassistentin und Diabetesassistentin DDG, Zentrum für Diabetologie Bergedorf, Hamburg. „Es ist für die Patienten ganz wichtig, dass sie mit ihren individuellen Fragen kommen können“, so Olesen. Immer häufiger auch per E-Mail oder Messenger-Apps.

Zwar sei der Begriff Coaching eigentlich klar zu definieren, ergänzte Gabriel Enczmann, Head of Business Development mySugr. Landläufig sei ein Coach aber „jemand an meiner Seite, mit dem ich über etwas sprechen kann“. Der Begriff wecke die unterschiedlichsten Erwartungshaltungen und sei daher schwierig zu definieren, kommentierte Dr. Oliver Schubert, Diabetespraxis Buxtehude. „Ich glaube, viele Patienten haben eigentlich die Erwartung: Ich habe jetzt meinen Personal Trainer, der ganz individuell auf mich eingeht und mich betreut.“ Die meisten Coaches, etwa von Krankenkassen, seien davon weit weg.

Insbesondere aufseiten der Krankenkassen werde das Thema Coaching häufig falsch verstanden – nämlich oft als eine telefonische Beratung, betonte Bernd Altpeter, CEO der DITG GmbH, Düsseldorf. Für TeLiPro habe man das Coaching ganz klar als Teil der medizinischen Leistungen eingeordnet, mit der ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen sei. Altpeter: „Das hat nichts mit dem zu tun, was die Kassen unter Beratungsleistung verstehen, und auch nicht mit den Callcentern, die dort aufgesetzt wurden.“ Das bestätigte Prof. Kulzer – man müsse wirklich immer fein trennen, was ein Coaching ist und was eine anlassbezogene Beratung.

Ein weiterer Trend sei der Wunsch der Patienten, auf ein Problem sofort eine Antwort zu bekommen – eine „Art Schulung on demand“, so Prof. Kulzer. Dieses Bedürfnis der Patienten sei einer der Gründe, warum man in der Diabetologie über digitale Möglichkeiten nachdenke, so Michael Bollessen, Produktgruppenleiter Diabetes, Berlin-Chemie. Die Patienten wünschten sich mobile Informationen, unabhängig vom Besuch in der Praxis und z.B. auch am Wochenende.

Verschärft wird die Situation durch eine steigende Anzahl an Diabetes­patienten, bei gleichzeitig zurückgehender Anzahl an Diabeteskliniken und Schwerpunktpraxen, so Manuel Ickrath, Kommission Digitalisierung DDG. Daher sei zu befürchten, dass zum Thema Diabetescoaching verstärkt auch unseriöse digitale Geschäftsmodelle entstehen könnten.

Chancen und Risiken digitaler Geschäftsmodelle

Welche Chancen digitale Coaching­angebote bieten können, schilderte Altpeter am Beispiel von TeLiPro. Mit den technologischen Möglichkeiten wie der Telemedizin könne man den Ärzten Möglichkeiten an die Hand geben, die sie vorher nicht nutzen konnten, und so auch alte Routinen verändern. Durch mobile Diagnostik und Datenübermittlung müssten Patienten etwa in Zukunft nicht mehr für jede Kleinigkeit in die Praxis einbestellt werden. Gleichzeitig ermöglichen die generierten Daten „ganz andere therapeutische Rückschlüsse über andere Zeitdimensionen“, mit deren Hilfe die Versorgung der Patienten verbessert werden könne. So entstünden auch neue Vergütungsmodelle, an denen sich Ärzte beteiligen könnten, – die aber auch unabhängig vom Arzt funktionieren würden.

TeLiPro – DITG

TeLiPro ist ein digitales Disease-Management-Programm zur Verbesserung der Versorgung von Menschen mit chronischen Erkrankungen des metabolischen Syndroms. Kernstück ist eine Plattform, die von Ärzten und medizinischem Fachpersonal genutzt werden kann, um Patienten aus der Praxis heraus telemedizinisch zu begleiten. So sollen konkrete Outcome-Ziele erreicht werden. Patienten nutzen je nach Indikation entsprechende Geräte, die Daten auf Webportal oder App übertragen. Auf die Daten kann der Patient sowie nach Freigabe der Arzt und/oder ein persönlicher Gesundheitscoach zugreifen.

Zur telemedizinischen Betreuung ruft der Gesundheitscoach den Patienten in regelmäßigen Abständen an und coacht ihn auf Grundlage aktueller Werte. Die geschulten Gesundheitscoaches sind MFA bzw. Diabetesberater in Arztpraxen oder freiberuflich tätig. Telemedizinische Zentren können Patienten standortunabhängig zwischen den Arztbesuchen betreuen. TeLiPro ist bei teilnehmenden Krankenkassen über Versorgungsverträge nach §140a abrechenbar und kooperiert etwa mit dem BVND und VDBD.

„Wir merken, dass wir hier die Versorgung durch die technologischen Möglichkeiten schlicht und ergreifend auf eine ganz andere Stufe bringen“, so Altpeter über die Telemedizin. Im Übrigen empfinde er, dass sich viele Ärzte gegenüber dem Coaching und den digitalen Möglichkeiten offen zeigten – und verwies auf die Zusammenarbeit von TeLiPro mit dem BVND (Bundesverband der Niedergelassenen Diabetologen).

Einen anderen Ansatz verfolgt Berlin-Chemie mit dem TheraKey, schilderte Bollessen. Man sehe sich in der Rolle, bei Indikationen, in denen man mit Produkten vertreten ist, gemeinsam mit den Ärzten Anwendungen zu entwickeln – z.B. Schulungsprogramme oder den TheraKey. Ziel der TheraKeyPortale sei, dass Allgemeinmediziner oder Diabetologen gezielt relevante Informationen an Patienten weitergeben können, wenn diese etwa mit Fragestellugnen aus dem Internet kommen.

TheraKey – Berlin-Chemie AG

TheraKey ist ein digitales Therapiebegleitprogramm, u.a. zu den Indikationen Typ-1- und Typ-2-Diabetes +/- Insulintherapie. Ziel ist die Förderung der Therapieadhärenz. Das im Jahr 2016 gelaunchte Portal bietet Patienten und Angehörigen leicht verständliche Informationen über Erkrankung und Therapie. Diese sind produktneutral, evidenzbasiert und in Qualität und Datensicherheit durch unabhängige Partner aus Forschung und Wissenschaft geprüft.

Dabei wählt nur der Arzt Inhalte aus und übergibt diese mit einem digitalen Zugangsschlüssel an seine Patienten. So hat der Arzt die Kontrolle über die Informationen. Über eine App (MyTherapy) können sich Patienten mobil an wichtige Therapieschritte erinnern lassen. Mit über 47.000 angemeldeten Nutzern, davon die Hälfte in der Indikation Diabetes, ist TheraKey nach Angaben der Firma das größte deutschsprachige Arzt-Patientenportal. Einen Professional-Zugang haben 5000 Ärzte.

Von einem klassischen Geschäftsmodell oder einem Diabetes­coaching sei man also weit entfernt, so Bollessen. Man arbeite aber daran, die Informationen aus dem TheraKey zu portionieren und individuell zuzuschneiden – beispielsweise zu einem Paket für Diabetespatienten kurz nach der Diagnosestellung.

Auch Prof. Kulzer merkte an, dass es sich hier nicht um ein Diabetescoaching, sondern um eine angepasste Informations- und Wissensvermittlung in bestimmten Situationen handele – durchaus ergänzend zur Schulung. „Wir sehen viele Schwerpunktpraxen, die den TheraKey parallel zur Schulung einsetzen“, bestätigte Bollessen. Patienten könnten bekanntlich gerade bei Neumanifestationen nur einen Bruchteil der Informationen aufnehmen, so Olesen. Daher sei es sehr wichtig, den Patienten gutes Material mitgeben zu können, dass sie sich zu Hause in Ruhe noch einmal anschauen können.

Gemeinsam mit dem Mutterkonzern Roche Diabetes Care verfolge mySugr die Strategie eines integrierten personalisierten Diabetesmanagements, so Enczmann. Der Ansatz habe sich zunächst an Patienten gerichtet: „Wir haben initial mit einem rein externen Diabetescoaching gestartet. In der Hoffnung in die eigene Mündigkeit des Patienten, dies auch mit seinem Behandler abzustimmen.“

mySugr – Roche

Die Firma mySugr wurde im Jahr 2012 in Wien gegründet und im Jahr 2017 von Roche Diabetes Care akquiriert. Das Unternehmen hat Mitarbeiter mit umgerechnet über 160 Vollzeitstellen. Die mySugr App bietet Patienten mit Diabetes die Möglichkeit, relevante Therapiedaten an einem Ort zu sammeln und unterstützt (als offene und unabhängige Plattform) die nahtlose Datenintegration diverser Blutzuckermessgeräte sowie eines CGM-Systems.

Patienten sollen durch die Bereitstellung von Einblicken in ihre individuellen Diabetes-Muster, persönliches Diabetes-Coaching und optimierte Arztberichte bei ihren täglichen Therapieentscheidungen unterstützt werden.

Die Coaches sind ausgebildete Diabetesberater, die auch zwischen den Arztbesuchen mit Rat zur Seite stehen sollen. Beim Coaching geht es laut mySugr darum, gemeinsam fundiertes Wissen aufzubauen, um den Alltag mit Diabetes besser zu meistern. Patienten können ihrem persönlichen Diabetes-Coach über die App schreiben, wann immer sie Hilfe brauchen und ohne einen Termin ausmachen zu müssen.

Nach Angaben der Firma hat mySugr mehr als 2.000.000 registrierte Nutzer, davon über 270.000 in Deutschland. In einer im Jahr 2018 gestarteten Kooperation mit einer Krankenkasse wird ausgewählten insulinpflichtigen Patienten mit Diabetes das Coaching durch mySugr angeboten.

Dies sei der Ansatz gewesen, um in den Markt einzutreten und auf diese Weise ein Modell auf Akzeptanz zu testen. Heute sei man an einem Punkt, an dem man – auch mit den technologischen Möglichkeiten im Gesamtkonzern – den Schulterschluss mit den Behandlern suche. So möchte man im nächsten Schritt gemeinsam mit Ärzten und Diabetesberaterinnen an Coachingansätzen arbeiten, um alle Perspektiven zu berücksichtigen. Die technische Basis hierfür sei gegeben: mySugr Daten können bereits in das bei den Ärzten häufig verwendete Dia­betes Management System Smart Pix Software importiert werden.

Auf Nachfrage ging Enczmann auf die Kooperation von mySugr mit der Krankenkasse Barmer ein: Beim im Frühjahr 2018 gestarteten Projekt wird Versicherten der Barmer mit einem insulinpflichtigen Diabetes von der Kasse mySugr vorgeschlagen. Diese erhalten ein Blutzuckermessgerät in Kombination mit dem Angebot des Diabetescoachings. Enczmann: „Die Patienten verbleiben ganz normal in ihrer Behandlung, bekommen aber die Möglichkeit, zwischen den Arztbesuchen individuelle Fragen zu stellen.“ Die Patienten werden für das Projekt ein Jahr beobachtet. Ausgewertet werden medizinische Outcomes, aber auch welche Kosten für die Kasse entstehen, im Vergleich zu Patienten, die ohne das Coaching behandelt werden. Das Projekt sei fast abgeschlossen.

Deutlicher Widerspruch kam dazu von Dr. Keuthage: Hier greife eine Krankenkasse in die Behandlung ein. Das entsprechende Protokoll müsste öffentlich und transparent sein. „Und es sollte im Vorfeld mit anderen Playern im Markt, also mit Ärzten und Diabetesberatern diskutiert werden“, forderte er. Es gehe hier auch um Ressourcen des Gesundheitswesens, die nicht unendlich vermehrbar seien – das Geld fehle naturgemäß an anderer Stelle. Dem widersprach Enczmann: Weder die Barmer noch mySugr greife in die Therapiehoheit des Arztes oder der Diabetesberaterin ein. Und schließlich habe man es geschafft, der Kasse einen wirtschaftlichen Paket-Preis anzubieten. Die Kombination aus innovativer Versorgungslösung und Ressourcen schonendem Pricing habe schließlich zu dieser Partnerschaft geführt. Interessant werde sein, das nun auslaufende Projekt gemeinsam auszuwerten und Ableitungen zu treffen.

Kritik an der Rolle der Krankenkassen

Krankenkassen sind schon heute einer der wichtigsten Gestalter im Gesundheitswesen, ergänzte Ickrath. „Ohne eine Krankenkasse gibt es keine Finanzierung und es läuft nichts – das ist politisch so gewollt.“ Er zitierte aus einer aktuellen Roland-Berger-Studie, für die 400 Gesundheitsexperten aus Europa befragt worden waren. Dabei war die Mehrheit der Experten der Meinung, dass Krankenkassen in Zukunft Patienten Nachlässe auf den Beitrag anbieten werden, wenn diese den Kassen ihre Daten zur Verfügung stellen. „Und 68 % der Befragten sind der Ansicht, dass die Patienten auch darauf eingehen werden“, so Ickrath. Er sei gespannt, wie der Gesetzgeber darauf reagiere. Tatsächlich hätten die meisten Patienten überhaupt kein Thema mit dem Datenschutz. Auf diese Dynamik, die durch die Digitalisierung ausgelöst wurde, müsse man sich einstellen, sagte er.

Auch er habe zu den befragten Personen gezählt, berichtete Altpeter, jedoch bei der Frage zum Datenschutz abweichend geantwortet. Denn am Servicetelefon von TeLiPro würden Patienten immer wieder nachhaken, ob die erhobenen Daten von Krankenkassen gesehen werden. „Wir dürfen die Ängste einer Gruppe von Patienten nicht unterschätzen“, so Altpeter.

Eine grundsätzliche Kritik an der Rolle von Krankenkassen und Firmen äußerte Dr. Keuthage. Er sehe eine wichtige Regel im Gesundheitssystem in Gefahr: das Trennungsprinzip. Ärzte dürften selbstverständlich keine Produkte verkaufen und die Aufgaben von Medizinprodukte- und Schulungsanbietern dürften auch nicht vermischt werden. Beispielsweise dürfe er als Arzt keine Blutzuckermessgeräte kostenlos weitergeben oder Physiotherapeuten empfehlen. Dr. Keuthage: „Und es kann nicht sein, dass eine Krankenkasse darüber entscheidet, welches Blutzuckermessgerät herausgegeben wird.“ Dabei gehe es ihm nicht um den diskutierten Einzelfall, sondern er sehe andere Kassen genauso in der Pflicht. „Eigentlich müssten hier die Krankenkassen sitzen.“

Dem pflichtete unter anderem Enczmann bei, wies aber gleichzeitig da­rauf hin, dass man beim Thema Digital Health noch in den Anfängen stecke und darum der Rahmen zum Ausprobieren von verschiedenen Modellen etwas weiter gehalten werden sollte.

Laut Prof. Kulzer sollte für das Coaching ein Kriterienkatalog definiert werden, ähnlich wie es bei der Schulung der Fall gewesen sei. So habe die Industrie bei der Schulung eine sehr eingeschränkte Rolle und die Einhaltung der Kritieren werde bei der Schulung vom Bundesversicherungsamt kontrolliert. „Genau da müssen wir beim Coaching hin, dass wir Spielregeln haben. Denn es geht um Themen, bei denen wir Datenschutz, eine Qualifikation und einen geordneten Prozess brauchen“, forderte Prof. Kulzer.

Regeln für digitale Gesundheitsanwendungen

Nach dem Eindruck von Dr. Schubert haben Ärzte Angst vor dem Verlust ihres Monopols. „Wir Ärzte glauben, es muss immer alles nur über uns laufen. Der Patient gehört uns aber gar nicht.“ Die Aufgabe sei nun, so gut zu sein, dass die Patienten nicht am Arzt vorbei kommen. Ickrath ergänzte: „Auch Ärzte sind nur Teil des Gesundheitswesens. Sie müssen darauf achten, in das Netzwerk des Patienten hineinzukommen.“ Ob sie wollten oder nicht, müssten sie mit den digitalen Angeboten konkurrieren. Auch aus Sicht von Olesen müsse man in der Beratung dafür offen sein, dass sich der Patient Informationen über Google, TheraKey oder mySugr hole: „Wir müssen in der Praxis ein Vertrauen schaffen, dass ein Patient dazu Fragen stellen kann – dann wird er auch kommen und mit uns darüber reden.“

Die Situation, dass Patienten immer mehr Möglichkeiten zur Auswahl haben, werde sich laut Altpeter infolge des DVG zwar verstärken, da dieses die digitalen Gesundheitsanwendungen (DIGA) pushe. Andererseits spiele der Arzt zukünftig über die Verordnung solcher Apps am Ende wieder eine wichtige Rolle. Er erwarte, dass auch Coaching-Anbieter aus den USA in den Markt eintreten werden.

An eine Euphorie in Sachen Gesundheitsapps sei angesichts des Referentenentwurfs der Verordnung zum DVG und DIGA nicht zu denken, merkte Ickrath an. Die Verfahrensordnung umfasse einen Fragenkatalog an die Hersteller von Gesundheitsapps von 122 Fragen, die abgearbeitet werden müssten, bevor das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) eine DIGA in die Verordnungsfähigkeit aufnehme oder nicht. „Ein großer Teil dieser Fragen betrifft den Datenschutz. Hinzu kommen unter anderem sehr technische Details, etwa zu Trackingtools, und das Verbot von Werbung“, sagte er. Auch eine Evaluierungsstudie werde gefordert. In der Szene bestehe schon fast Konsens, dass nur Firmen mit langfristiger Planung und ausreichender finanzieller Ausstattung in der Lage seien, nach diesen Kriterien Gesundheitsapps in den Markt zu bekommen.

Die Details zur Evaluierungsstudie sind laut Altpeter noch nicht geregelt. Für TeLiPro tanze man daher noch auf mehreren Hochzeiten und setze weiterhin auch auf Selektivverträge und die potenzielle Überführung von Projekten aus dem Innovationsfonds in die Regelversorgung. Enczmann berichtete, dass man die Kriterien des Referentenentwurfs der Rechtsverordnung derzeit genau prüfe.

Qualitätskriterien aus Sicht des VDBD

Boehm wies darauf hin, dass neben den DIGA weiter auch andere Apps auf den Markt kommen werden, die nicht über die Prüfung durch das BfArM laufen. Sie berichtete von Qualitätskriterien für ein telemedizinisches Diabetescoaching, die der VDBD kürzlich in einem Positionspapier festgehalten hat. Diese gelten etwa für ein Coaching, das mit einer App in Verbindung steht, oder mit entsprechenden Modifikationen für DIGA.

Zu den vom VDBD geforderten Qualitätskriterien gehören Transparenz und Datenschutz, eine Überprüfung der Evidenz und ein Nutzennachweis. Hinzu kommen umfangreiche Forderungen an die Qualifikation von Gesundheits- bzw. Diabetescoaches, um Patientensicherheit und Transparenz angesichts des nicht geschützten Begriffs „Coach“ zu gewährleisten. Dabei sei der „Mindestanspruch“ eine erfolgreich abgeschlossene dreijährige Berufsausbildung im Gesundheitswesen und eine Weiterbildung zur Diabetesberaterin DDG. Denn in dieser Weiterbildung würden das notwendige umfangreiche Wissen und unterschliedliche Formen der Gesprächsführung vermittelt. Eine Diabetesassistentin sei daher unter Umständen nicht die richtige Person für das Telecoaching, sagte Boehm.

Weitere Anforderungen an die Qualifikation sind der kontinuierliche Nachweis von Fortbildungspunkten, gegebenenfalls zusätzliche Ernährungsfortbildungen, falls notwendig spezifische Fortbildungen sowie nachweisliche Kompetenzen in der telemedizinischen Beratung. So habe das TeLiPro-Projekt für Menschen mit Typ-2-Diabetes, an dem der VDBD beteiligt ist, gezeigt, dass die Telefonberatung spezielle Fertigkeiten erfordere, so Boehm. „Man muss viel schneller erfassen, was das Problem des Patienten ist und viel schneller reagieren.“

Die Abgrenzung zur Diabetesassistentin sah etwa Ickrath kritisch, da es auch gute, erfahrene Diabetesassistinnen gebe. Die Hürden sollten daher nicht zu hoch gelegt werden. Auch Olesen äußerte sich, dass die Berufserfahrung in der Beratung und nicht der Titel zählen solle. Olesen: „Ein Verband der beide Berufsgruppen unterstützt, darf eigentlich nicht die eine Berufsgruppe herausnehmen.“ Der richtige Weg sei, ein Curriculum festzulegen, an das sich alle halten müssen. Dem pflichtete Boehm grundsätzlich bei und zeigte sich offen für eine Anpassung des Positionspapiers: Wenn eine Diabetesassistentin Berufserfahrung habe und Fortbildungsnachweise geliefert würden, könne „man sicherlich noch einmal darüber reden“.

Umfangreiche Qualitätskriterien aus der DDG

Von einem Positionspapier zum Thema Diabetescoaching aus der Kommission Digitalisierung der DDG berichtete Ickrath. Das Papier wurde bereits an den DDG-Ausschuss Qualitätssicherung, Schulung und Weiterbildung (QSW) weitergeleitet, der sich nun damit befassen werde. Die Punkte aus dem VDBD-Positionspapier zur Strukturqualität sehe man in der Kommission Digitalisierung genauso.

Darüber hinaus wurden im DDG-Entwurf weitere Kriterien des Qualitätsmanagements berücksichtigt: „Das heißt, ein qualitativ hochstehendes Diabetescoaching sollte sich in Bezug auf die Strukturqualität, Prozessqualität und die Ergebnisqualität bewerten lassen.“

So gehört zur Strukturqualität laut Ickrath ein Curriculum. Entsprechend der von Prof. Kulzer gelieferten Definitionen sei dabei eine Zertifizierung des Curriculums und die klare Abgrenzung zur Schulung wichtig. Ebenso die Grenze, ab der ein Anbieter eines Diabetes­coachings bei entsprechendem Anlass an einen Psychotherapeuten oder Arzt verweisen muss. Vorgeschlagene Inhalte des Curriculums sind beispielsweise Depressionen, Sexualität, Adhärenzprobleme und die digitale Kompetenz. Und natürlich müssten auch die sehr unterschiedlichen Coachingbedürfnisse bei Typ-1- oder Typ-2-Diabetes in Abhängigkeit vom Alter und den Bildungsstufen berücksichtigt werden. Da z.B. für die Videosprechstunde eine andere Didaktik, Körpersprache und Rhetorik als bei persönlichen Kontakten erforderlich sei, wurden im Papier auch sogenannte „telemedizinische Kompetenzen“ aufgenommen.

Die juristischen Rahmenbedingungen sind beim Diabetescoaching absolut zu berücksichtigen, unterstrich auch Ickrath. „Ein absolutes No-Go ist die Therapieempfehlung!“ Er frage sich, wie etwa die Techniker Krankenkasse, die ein Diabetescoaching bewusst ohne den Arzt anbiete, da die Grenze ziehe. Des Weiteren wird im Kommissionsvorschlag auch auf die gesetzlichen Vorgaben bei Haftung, Schweigepflicht und dem Umgang mit digitalen Patientendaten hingewiesen. „Wenn ein Arzt beispielsweise ein Diabetescoaching anbietet, was für uns conditio sine qua non ist, muss man eigentlich auch eng mit einem Datenschutzexperten zusammenarbeiten.“

In der VDBD-Stellungnahme vermisst habe er einen Hinweis auf eine angemessene Bezahlung und Honorierung von Diabetesberaterinnen, die ein telemedizinisches Diabetescoaching übernehmen, sagte Ickrath. Laut DDG-Vorschlag ist es Aufgabe der Ärzte bzw. des Betreibers dafür zu sorgen, dass die Digitalisierung etablierte Vergütungsstrukturen nicht aushebelt. Tatsächlich hat der VDBD hier nachgearbeitet: In einer nach der DiaTec-Fortbildung revidierten Fassung ist nun auch die Forderung nach adäquaten „Rahmenbedingungen und der Vergütung für neue Handlungsfelder von Gesundheitsfachkräften“ enthalten. Die Vergütung sei so aufzusetzen, dass inhaltlich und monetär attraktive Tätigkeitsfelder für Gesundheitsfachkräfte entstehen.

Kommissionsvorschläge zur Prozess- und Ergebnisqualität

Um eine gute Prozessqualität zu gewährleisten, sollte das Coaching einfach und kundenfreundlich sein, damit es dem Netzwerk- und Komfortwunsch der Patienten gerecht werde. Außerdem müsse transparent sein, wer der Anbieter ist. Der Kommissionsvorschlag enthält die Forderung nach einer Anbindung an die ärztliche Seite bzw. einem ärztlichen Board, so Ickrath. „Wir denken, dass ein Diabetes­coaching ohne Anbindung an die ärztliche Seite unmöglich ist. Und es muss bei jedem Anbieter, der von der DDG zertifiziert werden will, einen ärztlichen Auftraggeber und Supervisor geben.“

Coaches müssten kontinuierlich trainiert und angeleitet werden. Der Entwurf sieht die Anbindung des Coachings an eine Gruppe von Dia­betologen vor, nicht an einzelne Diabetologen, um die Verbreitung von „Außenseiterpositionen“ in der Diabetologie zu vermeiden. Wird eine Videosprechstunde angeboten, sollte für die Telemedizin-Infrastruktur auf einen der von der KBV zertifizierten Anbieter zugegriffen werden, da diese alle den Datenschutzstandards entsprechen. Langfristig geht Ickrath davon aus, dass solche Coachings in die Telematik-Infrastruktur eingebunden werden, also in die elektronische Patientenakte bzw. in die darin zu implementierende elektronische Diabetesakte DDG.

Zur Ergebnisqualität verweist der Kommissionsvorschlag auf die Erstattungsfähigkeit nach der DIGA-Verordnung und die darin vorgesehene Nutzenbewertung nach einem Jahr: Zwar sei noch unklar, welchen Evidenzgrad entsprechende wissenschaftliche Studien zum Nutzennachweis haben müssen. Eine Beobachtungsstudie, um etwa Funktionalialität und Coaching-Erfolg zu bewerten, sowie Methoden zum „patient reported outcome“ dürften jedoch an Bedeutung gewinnen.

Breiter Konsens zum Entwurf im Roundtable

Die Experten des Roundtables begrüßten unisono den Kommissionsvorschlag zu Qualitätskriterien für das Diabetescoaching. Dieser müsse nun weiter diskutiert und veröffentlicht werden. „Das geht genau in die richtige Richtung“, unterstrich Prof. Kulzer. Das Statement sei „sehr wertvoll“ und er fände es großartig, wenn Anbieter wie mySugr diese Kriterien erfüllen würden, so Dr. Keuthage. Und Dr. Schubert pflichtete bei: „Bei der Diskussion der Qualitätskriterien sind wir relativ eng beieinander – da geht es fast nur noch um Feinheiten.“ Von TeLiPro werde bereits vieles umgesetzt, berichtete Altpeter.

„Ich glaube, wir haben zwei Drittel abgehandelt und ich kann dementsprechend bestätigen, dass dies zur Qualitätssicherung hilft.“ Er unterstrich aus Sicht der DITG den Stellenwert der Berufserfahrung – Personen, die bereits in einer Praxis oder im Klinikumfeld gearbeitet haben, hätten eine ganz andere Kompetenz in der Begleitung der Patienten als Personen, die nur in Callcentern gearbeitet haben.

An welchen Qualitätskriterien für das Coaching sich mySugr orientiert, erläuterte Enczmann. Er begrüßte die Kriterien für das telemedizinische Coaching aus dem VDBD-Statement. Enczmann: „Wir sind ziemlich in Einklang mit den dort gestellten Forderungen an ein qualitativ hochwertiges Coaching.“ Man habe ein kleines Team angestellter Dia­betesberaterinnen aus Deutschland, die alle VDBD-Mitglieder mit jahrelanger Praxiserfahrung seien, sowie einen Arzt. Mit diesem und einem Headcoach werden die Inhalte für das Curriculum erstellt. Darüber hinaus beschäftige man sich zur Zeit intensiv mit den vom im DVG geforderten Qualitätskriterien. Die Vorschläge der Kommission Digitalisierung werde er sich noch im Detail anschauen, sobald diese veröffentlicht sind. Darüber hinaus betonte er die Bedeutung des technischen Unterbaus in Bezug auf Datenschutz und Datensicherheit.

Insbesondere der Datenschutz gehöre zu den sensibelsten Themen der letzten Jahre, bestätigte Bollessen. Dementsprechend sei es ein Glücksfall für TheraKey gewesen, dass man hierfür mit Partnern wie dem Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie zusammenarbeite. Bollessen: „Auch das Produkt braucht gewisse Kriterien.“ Um eine gesicherte Qualität zu erreichen, hole man sich außerdem Unterstützung von Fachverbänden.

Klare Grenze zur Therapieempfehlung

Einigkeit bestand ebenfalls in Bezug auf mögliche Therapieempfehlungen. Angebote, die nicht vom Arzt erbracht werden, könnten kein therapeutisches Coaching sein, so Enczmann. Die Regeln seien klar und zementiert.

„Wir sind nicht in der Situation, dass wir in die Behandlung eingreifen dürfen“, erinnerte Olesen aus Sicht von Diabetesassistentinnen bzw. -Beraterinnen. Das bestätigte auch Boehm: Wenn sie in der Schulung etwa über Insulindosierungen spreche, verweise sie die Patienten daher auf das Titrationsschema des Arztes – im Sinne einer Selbsthilfe. Denn sonst würde sie dafür letztlich die Delegation vom Arzt benötigen. Für externe Diabetescoaches sei das eine Gratwanderung: „Coaches, die außerhalb einer Praxis freiberuflich tätig sind, müssen wissen, wo ihre klare Grenze ist, ab der sie dem Patienten sagen, dass er den Arzt kontaktieren soll.“

Dr. Keuthage plädierte dafür, in Bezug auf den therapeutischen Effekt einer Beratung, nach Diabetes Typ 1 und Typ 2 zu unterscheiden. „Bei Typ-1-Diabetes ist jede Ernährungs- und Bewegungsanpassung automatisch Therapie. Das muss anderen Kriterien unterliegen als bei einem Patienten mit Typ-2-Diabetes, der mit oralen Antidiabetika behandelt wird, die keine Hypoglykämien verursachen.“

Ein Patient mit Typ-1-Diabetes sollte daher von einer Diabetesberaterin betreut werden, was auch in den Strukturverträgen so hinterlegt ist, sagte Dr. Keuthage. Aus seiner Sicht sei daher der Begriff Coaching für diese Patienten eigentlich überflüssig – er schlug als Alternative die Formulierung „digital unterstützte Einzelschulung“ vor.

Ein DDG-Zertifikat für Coachingangebote als Ziel

Ickrath hofft nun auf eine weitere Abstimmung und Verbesserung des Kommissionsvorschlags im Ausschuss QSW sowie dem VDBD und BVND. Ein Wunsch sei, irgendwann eine DDG-Zertifizierung beispielsweise durch den QSW zu erreichen. Mit einem solchen Benchmark, schloss Ickrath, sei die Dia­betologie dann gut aufgestellt, um unseriöse Anbieter von Coachingangeboten auch mal abwehren zu können.


Bernd Altpeter, CEO der DITG GmbH, Düsseldorf Bernd Altpeter, CEO der DITG GmbH, Düsseldorf © privat
Kathrin Boehm, Diabetesberaterin DDG, Diabetes Zen­trum Mergentheim, Vorstand VDBD Kathrin Boehm, Diabetesberaterin DDG, Diabetes Zen­trum Mergentheim, Vorstand VDBD © privat
Michael Bollessen, Produktgruppenleiter Diabetes, Berlin-Chemie AG Michael Bollessen, Produktgruppenleiter Diabetes, Berlin-Chemie AG © privat
Gabriel Enczmann, Head of Business Development mySugr GmbH Gabriel Enczmann, Head of Business Development mySugr GmbH © privat
Manuel Ickrath, Unternehmensberater und stellvertr. Leiter der Kommission Digitalisierung DDG Manuel Ickrath, Unternehmensberater und stellvertr. Leiter der Kommission Digitalisierung DDG © privat
Dr. Winfried Keuthage, Schwerpunktpraxis für Diabetes und Ernährungsmedizin, Münster Dr. Winfried Keuthage, Schwerpunktpraxis für Diabetes und Ernährungsmedizin, Münster © privat
Prof. Dr. Bernhard Kulzer, Fachpsychologe Diabetes DDG, Diabetes Zentrum Mergentheim Prof. Dr. Bernhard Kulzer, Fachpsychologe Diabetes DDG, Diabetes Zentrum Mergentheim © privat
Birgit Olesen, Diätassistentin und Diabetesassistentin DDG; Zentrum für Diabetologie Bergedorf, Hamburg Birgit Olesen, Diätassistentin und Diabetesassistentin DDG; Zentrum für Diabetologie Bergedorf, Hamburg © privat
Dr. Oliver Schubert, Diabetespraxis Buxtehude Dr. Oliver Schubert, Diabetespraxis Buxtehude © privat