Gefahr für das Kind?

Frage von Dr. Thomas Kießlich,

 

Facharzt für Allgemeinmedizin,

 

Diez:
Eine Patientin berichtete über akute Schmerzen und Schwellungen mehrerer Gelenke. Im Labor fand sich nur ein Borrelien-IgG-Titer von 1660 (Norm bis 4). Bis zu diesem Tag hatte die Patientin ihr Kind gestillt. Da der Zeitpunkt eines Zeckenbisses unbekannt ist, besteht die Frage, ob sich das Kind in der Schwangerschaft oder durch das Stillen infiziert haben könnte.

Antwort von Prof. Dr. Peter Herzer,

Internist x96 Rheumatologie,

München:
Zunächst ist anzumerken, dass ein polyartikulärer Befall sehr untypisch für eine Lyme-Arthritis wäre. Im gegebenen Fall ist es natürlich denkbar, dass die Infektion bereits vor der Schwangerschaft erfolgte. In der Literatur wurden einzelne Fälle einer konnatalen Infektion beschrieben bzw. eine ursächliche Borrelien-Infektion bei Totgeburten mit Organmissbildungen diskutiert. Andererseits ergaben prospektive Studien zu dieser Fragestellung, dass Schwangerschaftskomplikationen in Folge einer Lyme-Borreliose wohl eher eine extreme Rarität darstellen müssten. Offensichtlich ist das Kind ja gesund geboren. Die Möglichkeit...

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