Gichttherapie mit viel Luft nach oben

Autor: Dr. Andrea Wülker, Foto: wikimedia/NickGorton

In den letzten Jahren wurden gleich mehrere Leitlinien zum Gichtmanagement veröffentlicht, dennoch sind die meisten Patienten nach wie vor ungenügend therapiert. Dabei ist die Prognose gut, wenn es gelingt, die Harnsäurespiegel stabil tief zu halten.

Basis für die Gichtmanifestation ist eine Hyperurikämie, die in den meisten Fällen auf einer verminderten renalen Ausscheidung beruht, so Dr. Barbara Ankli von der Klinik für Rheumatologie, Basel, und Kollege. Ein vermehrter Harnsäure-Anfall kann mitbeteiligt sein – sei es durch purinreiche Nahrung oder im Rahmen eines erhöhten Zell-Turnovers.

Wenn der Harnsäurespiegel längere Zeit oberhalb des Sättigungswerts (6,8 mg/dl bzw. 400 µmol/l) liegt, kommt es zur Ausfällung in Form verschiedener Salze. Die Harnsäurekristalle aktivieren das sogenannte Inflammasom, mit der Folge einer Freisetzung von Interleukin-1 und einer hochentzündlichen Episode.

Die Therapie fußt auf zwei Säulen: der...

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